Freitag, 11. November 2016, 16:50 Uhr

Was macht eigentlich Michael Cretu?

Michael Cretu (59), der Mann hinter der Projekt Enigma, hat keine Scheu, Ausschnitte klassischer Musikstücke in sein eigenes Werk einzubeziehen.

Was macht eigentlich Michael Cretu?

„Auf der neuen Platte ist das Orgel-Thema von Johann Sebastian Bach aus der ‚Toccata und Fuge in D-Moll‘ Teil eines Songs. Das ist seit meiner frühestens Kindheit eines meiner absoluten Favoriten in der Klassik“, sagte der 59-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Cretu ist ja ausgebildeter Konzertpianist. Sein neues Album „The Fall of a Rebel Angel“, das heute erscheint, erzählt die Geschichte eines Helden, der fällt und wieder aufsteht. „Es geht darum, den Leuten klar zu machen: Verlier‘ nie den Glauben an Dich, versuche Deine Träume zu leben“, betont Cretu.

Für das neue Werk hat er sich viel Zeit genommen – es ist sein erstes Album seit acht Jahren. Der gebürtige Rumäne gibt zu, ein Perfektionist zu sein: „Ich übernehme alle nötigen Jobs selbst und entscheide auch ganz allein, was auf die Platte kommt. Das ist meine innere Stimme, die mir dazu rät.“

Cretu arbeitete als Produzent unter anderem von Hubert Kah oder Peter Schilling. Das erste Album von Enigma war 1990 in 24 Ländern auf Platz 1 der Verkaufscharts.

Mit sdem neuen Enigma-Album wollte Cretu wieder etwas Außergewöhnliches schaffen. Es ist das achte Album, und die Acht ist bekanntlich eine besondere Zahl. Sie steht für Neuanfang und Ewigkeit. Den Christen ist die Acht heilig, die Maori sehen in ihr das Zeichen für Seelenverwandtschaft. Für Enigma bedeutet sie Vollendung. „The Fall Of A Rebel Angel“ erzählt eine Geschichte von keinem und jedem. Ihr „Held“ ist ein Mensch wie du und ich. Eines Tages ist für ihn nichts mehr wie es war. Er fühlt sich beobachtet. Er hat Angst und weiß nicht, wovor. Sein Leben scheint ihm zu entgleiten. Unterwegs durch eine imaginäre Stadt macht er Erfahrungen, die ihn verändern. Er trifft eine Priesterin, deren Gott Marquis de Sade ist – eine Fortführung des legendären „Sadeness (Part I)“ vom ersten Enigma-Album „MCMXC a.D.“ (dpa/KT)

Fotos: Universal Music