Dienstag, 15. November 2016, 19:56 Uhr

Michael Stipe und ein Comeback

Michael Stipe macht seinen Fans eine große Freude. Fünf Jahre, nachdem die Band ‚R.E.M.‘ ihre Trennung bekannt gab, zieht es den ehemaligen Frontmann endlich zurück zur Musik. Mit ‚R.E.M.‘ hat Michael Stipe bereits 30 Jahre Musikgeschichte geschrieben, doch jetzt will er anderweitig in der Industrie arbeiten.

Michael Stipe und ein Comeback

Das Album ‚SIR‘ der Electroclash-Band ‚Fisherspoone‘ wird von ihm produziert. Der ‚New York Times‘ erzählte er: „Ich bin nicht bereit, mich als 56-Jähriger wieder in die Welt der Stars zu begeben. Aber ich möchte wieder mit Musik arbeiten.“ ‚R.E.M.‘ trennte sich 2011 nach dem Release des 15. Albums ‚Collapse Into Now‘. Gitarrist Pete Buck verriet, dass zwischen den Bandmitgliedern schon drei Jahre lang Spannungen bestanden, bis Leadsänger Michael ankündigte, dass er eine lange Pause bräuchte. „Wir haben uns zusammengesetzt, und Michael meinte: ‚Ich glaube, ihr werdet das verstehen. Ich muss mich eine lange Zeit aus dem Business zurückziehen.‘ Und ich sagte, ‚Für immer?‘ und Michael schaute zu Mike und der sagte ‚Hört sich gut an.‘ So wurde es entschieden.“

Im März noch ehrte Michael Stipe zusammen mit Debbie Harry und Cindy Lauper den mit 69 Jahren verstorbenen David Bowie, der im Januar den Kampf gegen den Krebs verlor, bei einem besonderen Konzert in der ‚Carnegie Hall‘ in New York. Zusammen mit Karen Nelson coverte er ‚Ashes to Ashes‘, Debbie performte ‚Starman‘ und Cindy ihre Version von ‚Suffragette City‘. Auch zu dem Ausgang der US-Präsidentschaftswahl äußerte sich Michael, der Alec Baldwin die Schuld an Donald Trumps Beliebtheit gibt. Dieser gab nämlich eine witzige Darstellung des ‚Apprentice‘-Boss in der Comedy-Show ‚Saturday Night Live‘ zum Besten.

So sagte Michael in der Radioshow ‚Here’s The Thing‘: „Wie fühlt es sich an, so einen Charakter zu spielen? Es ist Satire, die brilliant gemacht ist, aber immer noch zu dem Hype beiträgt. Warhol sagte einmal, dass es so etwas wie schlechte Publicity nicht gibt. Wie haben wir dieses Monster erschaffen? Wieso repräsentiert es unser Land?“.

Foto: WENN.com