Freitag, 18. November 2016, 21:48 Uhr

Fremde ziehen ein: "Madame Christine und ihre unerwarteten Gäste"

Stellt Euch bitte vor, die Regierung zwingt Dich per Verordnung dazu, Deinen großzügigen Wohnraum mit Obdachlosen und finanziell notleidenden Mitbürgern zu teilen!

Fremde ziehen ein: "Madame Christine und ihre unerwarteten Gäste"

Die urkomische und zugleich feinsinnig-satirische französische Komödie „Madame Christine und ihre unerwarteten Gäste“ spielt dieses abgedrehte Szenario einmal durch – und zeigt dabei, dass auch vermeintlich „ehrenwerte Bürger“ auf ziemlich „unehrenhafte Ideen“ kommen können – helfen aber doch irgendwie schon schön sein kann.

Madame Christine und ihre unerwarteten Gäste entführt den Zuschauer mit einer intelligenten Mischung aus Emotion und Witz in das liebenswürdige Chaos und den irrwitzigen Alltag der Hausbewohner rund um Madame Christine. Herrlich erfrischend werden dabei die „Probleme“ der Oberschicht aufs Korn genommen. Der einzigartige Mix aus Humor und bissiger Gesellschaftskritik begeisterte über 1,1 Mio. Zuschauer in Frankreich. Madame Christine wird genial verkörpert von Frankreichs Komödien-Star Karin Viard („Verstehen Sie die Béliers?“, „Nichts zu verzollen“).

Christine Dubreuil (Karin Viard) und ihre Familie gehören zur gut betuchten Pariser Oberschicht: Nichts stört die gutbürgerliche Idylle ihrer knapp 300 m2 großen Traumwohnung in der prachtvollen Rue du Cherche-Midi – außer vielleicht die ständigen Hasstiraden ihres egozentrischen Mannes Pierre (Didier Bourdon), der Christine schon lange wie einen Einrichtungsgegenstand behandelt und sich stattdessen lieber den ganzen Tag lang über alle aufregt, die seiner Ansicht nach nicht so „ehrbar“ sind wie er: Zum Beispiel Ausländer, Arbeitslose oder „Gutmenschen“ – wie die intellektuelle Nachbarsfamilie Bretzel (Valérie Bonneton und Michel Vuillermoz), deren „linker Aktionismus“ ihm schon lange gegen den Strich geht.

Kinostart ist am 9. Februar 2017!

Fremde ziehen ein: "Madame Christine und ihre unerwarteten Gäste"

Als jedoch Dauerfrost und Minusgrade Frankreich wochenlang einfrieren lassen, haben Christine und Pierre plötzlich ganz andere Probleme: Denn da die Regierung dringend Wohnraum für Obdachlose und finanziell minder bemittelte Bürger finden muss, um sie vor dem Kältetod zu bewahren, beschlagnahmt sie kurzerhand alle Wohnungen, die zu wenige Bewohner aufweisen und teilt ihnen neue, ärmere Mitbewohner zu. Die ungewohnte Situation lässt nicht nur Pierre zu äußerst unkonventionellen – und nicht immer ganz legalen ­– Mitteln greifen. Nur Madame Christine plagt ihr schlechtes Gewissen: Während alle versuchen, dem „Zusammenrücken“ zu entgehen, handelt sie einfach – und darf sich schon bald über einige „unerwartete Gäste“ freuen…

Fremde ziehen ein: "Madame Christine und ihre unerwarteten Gäste"

Fotos: SquareOne/Universum