Montag, 21. November 2016, 20:15 Uhr

Mannequin Challenge: Bei Boxer Boston können alle einpacken

Seit einiger Zeit geht in den sozialen Netzwerken die „Mannequin Challenge“ um, bei der die „Ice Bucket Challenge“ von 2014 dagegen blass aussieht. Promis wie Beyoncé (35), Kelly Rowland (35), Michelle Williams (36), Adele (28), Blac Chyna (28) oder auch die BVB-Profis zeigten da bereits ihr Können.

Mannequin Challenge: Bei Boxer Boston können alle einpacken

Dabei stehen die Personen in lustigen Positionen still, frieren also quasi ein. Nur die Kamera bewegt sich um sie herum. All diese Herrschaften können jetzt aber gegen das Talent eines tierischen Konkurrenten einpacken. Niemand „friert“ nämlich so schön ein, wie Boston, der Boxer. Dessen Herrchen Ryan Thomas twitterte vor ein paar Tagen ein Video seines Hundes, der die „Mannequin Challenge“ bis in alle Details perfektioniert hat. Da sieht man Boston dann auch wie eine Schaufensterpuppe posierend am Tisch mit Hut, lustigen blonden Zöpfchen und einer schicken Uhr an der Pfote.

Weiter geht es elegant an der Spüle stehend. Dann wird ein bisschen – mit Kappe und Brille – beim Computerspielen auf dem Sofa relaxt. Und das sind nur einige der Situationen, in denen Boston niemand das Wasser reichen kann.

Am Freitag (18. November) begab sich der talentierte Hund inklusive seines Herrchens dann auf einen „Road Trip“, wie Ryan Thomas twitterte. Und dabei zeigte Boston in einem Clip eines kurzen Zwischenstopps zum Volltanken des Autos erneut, warum er die Goldmedaille der „Mannequin Challenge“ verdient. Der Hund durfte das Auftanken nämlich selbst übernehmen, säuberte dann auch gleich noch die Windschutzscheibe, kaufte in der Tankstelle noch ein Getränk und zahlte dann auch höchstselbst. Natürlich alles, während er in seinen Bewegungen scheinbar eingefroren war. Auslöser der „Mannequin Challenge“ soll Medienberichten zufolge übrigens ein Video von Schülern aus Florida gewesen sein. „Eines Tages stand ich vor meiner Klasse“, erzählt eine Schülerin, die bei Twitter „Emili“ heißt, der Trend-Newsseite „Inverse“.

Eine Freundin habe daraufhin gesagt: „Hey, du siehst aus wie ein Mannequin.“ Weitere Freunde seien dazugekommen und hätten wie Schaufensterpuppen posiert. Schließlich veröffentlichten sie das Video mit dem Hashtag #MannequinChallenge. Anders als bei der „Ice Bucket Challenge“, die 2014 das Netz flutete, geht es dabei nicht um einen guten Zweck. Anders ist auch, dass Teilnehmer andere nicht zum Mitmachen nominieren. Doch was macht dann den Reiz aus? „Dass die Leute Lust haben, mitzumachen, hat sicherlich auch mit dem spielerischen Charakter der Aktion zu tun, das Leben einfach mal anhalten“, sagt Medienforscher Sebastian Buggert vom Rheingold Institut.. „So wie früher beim Stoppessen auf Kindergeburtstagen.“ Und: Jedes geteilte Video inspiriere andere dazu, etwas Eigenes zu machen. Der Kardashian-Clan ging sogar so weit, die „Mannequin Challenge“ in einen Kreißsaal zu verlagern. Blac Chyna, Freundin von Rob Kardashian, hielt dazu bei der Geburt ihres Kindes inne. (CS/dpa)