Sonntag, 27. November 2016, 18:30 Uhr

LeAnn Rimes: Die Königin der Balladen im Interview

Was macht eigentlich LeAnn Rimes? Um die Taylor Swift der späten Neunziger ist es in den letzten Jahren extrem ruhig geworden. Ihre Hits „How Do I Live“ oder auch der Klassiker aus dem Film Coyote Ugly „Can’t Fight The Moonlight“ laufen im Dudelfunk und auf Karaokepartys nach wie vor hoch und runter.

LeAnn Rimes: Die Königin der Balladen im Interview

Jetzt meldet sich die mittlerweile 34-jährige Sängerin mit einem neuen Album zurück. klatsch-tratsch.de hat mit der US-Amerikanerin mit der unverwechselbar einfühlsamen Stimme und zweifachen Grammy-Preisträgerin geplaudert.

In den letzten Jahren hat man ja gar nichts mehr von dir gehört. Was hast du denn in der Zwischenzeit so getrieben?
Wow, das ist eine kleine Frage mit einer riesen Antwort. Ich habe das Leben als Ehefrau und Stiefmutter genossen. Ich habe aber auch getourt und Songs für mein neues Album „Remnants“ aufgenommen. Das ist jetzt eben in Europa auf den Markt gekommen. In den USA und in Kanada kommt es dann im Februar heraus.

Die US-Medien feiern dich mittlerweile als Supermutter. Das war nicht immer so. Es gab lange genug eine öffentliche Schlammschlacht mit Brandi Glanville, der Mutter von deinen Stiefsöhnen. Wie bekommst Kinder, Ehe und deine Karriere unter einen Hut?
Ich atme einfach (lacht). Und bin natürlich gut durchgeplant. Ich habe viel probiert, aber auch viele Fehler gemacht, um am Schluss zu der Erkenntnis zu kommen, dass man gesund leben muss, um tatsächlich ein gesundes Leben zu haben. Ich versuche mein bestes meine Familie und mich prioritätentechnisch immer ganz oben zu haben. Wenn ich das so durchziehe, dann habe ich auch automatisch mehr Energie und bin in jeglicher Form besser, wenn es um Musik machen geht.

Die meisten Menschen verbinden dich mit deinen zwei Songs “Can’t Fight The Moonlight” und “How Do I Live”. Nervt dich das mittlerweile nicht?
Nein, gar nicht. Ganz im Gegenteil. Diese Songs sind echte Geschenke. Ich habe es geliebt sie aufzunehmen und ich liebe es noch immer sie live zu performen. Diane Warren, die beide Songs geschrieben hat, hat für mein neues Album übrigens auch ein Lied namens „I Couldn’t Do That To Me “ beigesteuert.

Dann bleiben wir mal bei deinem neuen Album …
Ja, nachdem ich 20 Jahre mit meinem alten Label gearbeitet habe, habe ich mir Zeit genommen, um mich und meine Kreativität neu zu ordnen. Der Name des Albums „Remnants” (Anmerkung der Redaktion: Bedeutet etwa Trümmer oder Reste) kann als negatives Wort interpretiert werden, aber ich persönlich sah es als eine Möglichkeit in meiner Kreativität die Trümmer aufzusammeln um aus ihnen eine bessere Zukunft zu bauen.

Du hast in einem Interview gesagt, dass dieses Album total persönlich ist. Fühlt es sich denn dann überhaupt noch wie Arbeit an oder ist das denn eher sowas wie reine Selbstverwirklichung?
Gute Frage. Ich habe einfach auf meine innere Stimme gehört und die wollte einfach neue Songs schreiben, sie aufnehmen. Ich denke beim Musik machen geht es um diese innere Reise und wie man die Erlebnisse daraus mit der Außenwelt teilt.

LeAnn Rimes: Die Königin der Balladen im Interview

Auf dem Album ist ein Song namens “Mother” …
Der Song bedeutet mir echt eine Menge. Ich habe ihn gemeinsam mit Darrell Brown und Mark Batson geschrieben. Je mehr Zeit vergeht, umso mehr beginne ich meine Mutter besser zu verstehen mit all der Liebe und den ganzen Opfern, die sie mir gegeben hat. Ich wollte ihr mit dem Song meinen Dank dafür ausdrücken. Nachdem wir den Song aufgenommen haben, habe ich ihr den geschenkt. Sie meinte es sei das schönste Geschenk gewesen, das sie jemals bekommen hätte. Der Songs versöhnt uns und gibt uns so viel.

Du gehst dieses Jahr auf Weihnachtstour. Was magst du an Weihnachten am meisten?
Ich liebe alles an Weihnachten. Deshalb geht es bei uns Zuhause so rein dekorationsmäßig kurz nach Halloween los. Ich liebe die Zeit, die man mit den Freunden und der Familie verbringt. Das Esse und natürlich Geschenke verteilen und selbst welche auspacken. Weihnachten scheint die Zeit zu sein, in der die Menschen mehr von sich mit den anderen teilen.

Wie feiert ihr denn Weihnachten?
Also in unserem Haus wird gleich nach Halloween die Dekoration in Weihnachtsdeko umgetauscht. Während der Tour verbringe ich viel Zeit mit meiner Familie. Da kochen wir, unterhalten uns und gucken viele Filme. Wir versuchen in dieser Zeit aber auch möglichst viel Aufmerksamkeit auf gemeinnützige Organisationen zu lenken wie beispielsweise Save The Children oder DAV – Disabled American Veterans mit denen wir seit kurzem auch eine Partnerschaft haben.

LeAnn Rimes: Die Königin der Balladen im Interview

Hast du schon Geschenke?
Seit ich so viel auf Tour bin, bestelle ich sehr viel online. Also die Antwort auf deine Frage ist ein großes Ja!

Was ist denn ganz oben auf deiner Wunschliste in diesem Jahr?
Ich würde es natürlich sehr toll finden, wenn jeder mein neues Album holen würde. Ansonsten würde ich mir für alle mehr Liebe und Vergebung wünschen.

ZUR PERSON: Mit weltweit mehr als 44 Millionen verkauften Tonträgern zählt US-Superstar LeAnn Rimes zu den erfolgreichsten Sängerinnen und Songwriterin unserer Zeit. Mit nur vierzehn Jahren wurde sie als „Best New Artist“ mit einem Grammy ausgezeichnet und war damit die jüngste Künstlerin, die jemals den begehrtesten Musikpreis der Welt erhielt. Ihr Debüt-Album „Blue“ feiert dieses Jahr sein zwanzigstes Jubiläum. Von den 42 Singles, die LeAnn im Laufe ihrer Karriere veröffentlichte, sticht der Song „How Do I Live“ heraus: Die Nummer ist auf Platz vier in Billboards „Greatest of All Time: Hot 100 Songs“ gelistet und hält den Rekord als zweitlängster Charterfolg in den Billboard Hot 100 Charts. Fünfzehn ihrer Singles wurden Top Ten Hits, darunter auch „Can’t Fight the Moonlight“, die in elf Ländern auf Platz eins der Charts landete.

Fotos: WENN.com, SonyMusic