Dienstag, 29. November 2016, 16:53 Uhr

SDP: Neues Album "Die bunte Seite der Macht"

SDP melden sich mit ihrem neuen Album “Die bunte Seite der Macht” zurück und setzen einen weiteren Meilenstein in ihrer bemerkenswerten Karriere. Ihre Leichtigkeit und Unbekümmertheit haben Vincent und Dag sich auf dem neuen Album erhalten und so verwundert es nicht, dass das Ohrwurmpotenzial wieder mal auf Anschlag gepegelt ist.

SDP: Neues Album "Die bunte Seite der Macht"

Natürlich ist auch die Vielseitigkeit auf der neuen Platte, die am 10. März erscheint, wieder außergewöhnlich und praktisch unvergleichlich. Schließlich wird SDP gerade wegen dieser Vielfältigkeit, die niemals ins Beliebige abdriftet, bereits mit Die Ärzte verglichen. Ihre selbst geschaffene Musikmischung, die aus allem besteht, was Vincent und Dag lieben und musikalisch fühlen, bedient sich wieder Punk-, Pop-,Rock- und Dancehall-Anleihen (das ist sicher nicht alles) und lässt ein einzigartiges, stilistisches Spektrum entstehen.

Die andere Gabe der beiden Musikautodidakten, neben ihren eingängigen Partytexten, ist ein feines Gespür für gesellschaftlich relevante Themen. Manchmal satirisch, manchmal charmant, manchmal unverschämt deutlich, sprechen SDP Probleme an, die jeden Einzelnen oder ganze Gemeinschaften betreffen. Niemals mit dem Zeigefinger und niemals belehrend, schaffen es die Beiden mit ihrer Unbeschwertheit, tiefgründige Themen zu bearbeiten und zu kommentieren.

SDP: Neues Album "Die bunte Seite der Macht"

Dabei ist jeder Song ein Einzelstück und bei der musikalischen Vielfalt denkt man vielleicht schnell: „Hier ist für Jeden Musikfan was dabei!“ – aber das stimmt nicht ganz. Verkrampfte Prinzipienreiter und ironie-unbegabte Musikpolizisten sollten lieber die Finger vom neuen SDP-Album lassen. Wer aber Musik in all ihren bunten Facetten liebt und gerne Songs hört, die einen auch nach mehrmaligem Hören noch überraschen können, der wird „Die Bunte Seite der Macht“ lieben. Definitiv eines der meist erwarteten deutschsprachigen Alben 2017.

Foto: Rob Heafs, Heks One