Donnerstag, 01. Dezember 2016, 18:27 Uhr

"Costeau" kommt ins Kino: Pierre Niney findet Haie hypnotisierend

Früher hatte Pierre Niney Angst vor Haien, aber durch die Dreharbeiten zu einem Film über den Meeresforscher Jacques Cousteau hat der 27-Jährige seine Meinung geändert.

"Costeau" kommt ins Kino: Pierre Niney findet Haie hypnotisierend

Der französische Shootingstar (Yves Saint Laurent) hat nach „Jacques – Entdecker der Ozeane“ keine Angst vor Haien mehr. Jérôme Salle habe einen authentischen Film realisieren wollen und dazu gehörte auch das Tauchen mit Haien, sagte Niney („Frantz“) in einem Interview der Nachrichtenagentur dpa in Paris. Er habe Riesenangst vor diesen Tieren gehabt, doch der Film habe seine Meinung über die Meeresbewohner grundlegend geändert: Das Tauchen zwischen den Haien habe ein unerwartetes Gefühl von Ruhe und Gelassenheit erzeugt. Das sei faszinierend, geradezu hypnotisierend gewesen.

Der Film, der am 8. Dezember in die deutschen Kinos kommt, erzählt die Lebensgeschichte des französischen Meeresforschers und Pioniers Jacques Cousteau. Niney spielt darin den Sohn Philippe.

Kaum ein Name ist so mit der Entdeckung der Meere verbunden wie der von Jacques Yves Cousteau. Er war an der Entwicklung der „Aqualunge“ beteiligt, die es Tauchern ermöglichte, in noch bisher unentdeckte Teile des Ozeans vorzubringen, und zeigte die dort neu entdeckten Welten in seinen Filmen und Serien einem globalen Publikum. Cousteau war Pionier, Entdecker, Filmemacher, Fotograf, Buchautor, Geschäftsmann und Wissenschaftler. Seine Crew, die Calypso und nicht zuletzt die rote Mütze sind auch heute noch weltweit berühmt.

Pierre Niney erhielt für die Vorbereitung zu den Dreharbeiten von Philippe Cousteaus Frau Jan Einblicke in alte Liebesbriefe, welche das Paar zu der Zeit austauschte. Dies ermöglichte dem Schauspieler einen tiefen Einblick in Philippes Seelenleben: „Philippe war zu großer Liebe fähig – die erlebte er mit Jan – und zu großer Bewunderung – diese brachte er seinem Vater entgegen. Aber er war auch jemand, der ziemlich einsam war. Er war der Natur und den Tieren sehr verbunden. Jan sagte mir, er habe sehr oft die Gesellschaft von Vögeln der der Menschen vorgezogen.“

"Costeau" kommt ins Kino: Pierre Niney findet Haie hypnotisierend

Philippe war es auch, der zuerst ein Bewusstsein für die Notwendigkeit von Umweltschutz entwickelte und es dem Vater und Alphatier Jacques Cousteau später übertrug, „Die Tatsache, dass er dieses für die damalige Zeit völlig neue Bewusstsein an seinen Vater weitergibt, war ein entscheidender Faktor für meinen Wunsch, Philippe zu spielen“, so Pierre Niney.

Darüber sagte er in einer Mitteilung des Verleihers: „Philippe ist eine weniger bekannte Figur. Dabei haben er und sein Vater gemeinsam eine große Zahl von Dokumentarfilmen gemacht. Und Philippe spielte eine maßgebliche Rolle innerhalb der Besatzung und in Cousteaus Abenteuer. Aber Jacques-Yves Cousteau war ein Alphatier, ein Pionier und ein „Monster“, was sein Charisma und seine Energie anging, sodass Philippe, der zudem auch noch früh starb, mit der Zeit natürlich immer mehr verblasste. Ich glaube, das ist auch das Thema des Films und das Spannende daran.“

"Costeau" kommt ins Kino: Pierre Niney findet Haie hypnotisierend

Bis zu Philippes Tod 1979 (er starb mit 38 Jahren durch einen Bootsunfall) spielte der ältere Sohn Jean-Michel im Unternehmen Cousteau nur eine untergeordnete Rolle und wurde in der öffentlichen Wahrnehmung wie im Familienunternehmen meist an den Rand gedrängt. Später übernahm Jean-Michel eine zentrale Position in der Cousteau Society.

Fotos: DCM/Coco van Oppens