Samstag, 03. Dezember 2016, 19:49 Uhr

Breakdance: 19-jähriger B-Boy schlägt zweifachen Weltmeister

Schöne Grüsse aus Japan: Eine Sensation gab es heute beim Red Bull BC One-Breakdance Finale! Issei Hori holt den Heimsieg und setzt sich gegen zweifachen Weltmeister Hong 10 durch, der immer schon zwölf Jahre länger im Geschäft ist!

Breakdance: 19-jähriger B-Boy schlägt zweifachen Weltmeister

„Zwölf Jahre? Das ist mehr als ein Jahrzehnt Erfahrung im Breakdance, die ich nicht habe!“ B-Boy Issei strahlt, als er in Nagoya von der Bühne tritt. „Der Altersunterschied bedeutet viel. Meine Motivation war deswegen nur noch größer“, sagt er, noch sichtlich angestrengt von seinem abschließenden One-on-One-Wettkampf gegen Kim Hong-Yeol, ein südkoreanischer, sogenannter  B-Boy (hier gibt’s mehr Infos übers B-Boying), der unter dem Namen Hong 10 antritt.

Wie z.B. Taisuke Nonaka, ebenfalls ein einheimischer Favorit, stammt Issei von der Insel Kyushu in Südjapan.

Und wie Taisuke haben ihn die Sport-Freunde aus der Präfektur Aichi den ganzen Abend angefeuert. „Es war unglaublich, sagt Issei in seinem schnellem Japanisch. „Die Leute haben mich so unterstützt, und dies ist mit Abstand die größte Show, an der ich je teilgenommen habe. Ich bin sehr, sehr glücklich.“

Breakdance: 19-jähriger B-Boy schlägt zweifachen Weltmeister

Hong 10, der den wichtigsten Preis im Breakdancing 2006 und 2013 gewann, fühlte sich an diesem Abend indes völlig anders. „Ich bin traurig“, sagt er, während ihm der dritte Weltmeistertitel entgeht. „Zwölf Jahre? Das hat mich geschockt. Ich werde alt… B-boying ist hart, wir können natürlich unsere Erfahrung nutzen, aber wir müssen dafür unseren physischen Körper einsetzen. Ich muss einen Weg finden, um mich zu verbessern.“ „Issei ist ein toller B-Boy. Er macht jeden Wettkampf zum Finale. Er hat Musikalität, seine Energie ist super. Er ist wohl der Beste inmitten der jungen Granaten… und sogar der Älteren.“

Dean Treml/Red Bull Content Pool

Insgesamt 16 B-Boys aus zwölf Ländern versammelten sich in Nagoya bei dieser offiziellen Weltmeisterschaft der Breakdancer, bei der der Sieger durch das K.O.-System ermittelt wird.

Unter den Teilnehmern auch drei ehemalige Weltmeister. „Mir gefällt es, wie die BC One gewachsen ist“, kommentiert Richard Colón, besser bekannt unter seinem Bühnennamen Crazy Legs. Mit 50 Jahren ist er ein Breaking-Pionier aus der New Yorker Bronx.

Breakdance: 19-jähriger B-Boy schlägt zweifachen Weltmeister

Er fügte hinzu: „Die Aufstellung macht mich verrückt. Jeder einzelne Teilnehmer beim Wettbewerb am Samstag hat die Fähigkeiten eines modernen B-Boy, von der Kraft bis zu Blow-ups, über technische Fähigkeiten, Geschmack hin zum Grundstock. Der Gewinner hat es wirklich verdient.“

Fotos: Dean Treml/Red Bull Content Pool