Samstag, 03. Dezember 2016, 12:43 Uhr

Dschungelcamp: Rosa von Praunheim darf nicht einziehen

Filmemacher und Schwulenikone Rosa von Praunheim (74) wurde für’s Dschungelcamp angefragt. Aber er darf nicht. Das verriet der Autoren- und Avantgardefilmer jetzt in einem Interview.

Dschungelcamp: Rosa von Praunheim darf nicht einziehen

„Es gab auch das Angebot ins Dschungelcamp zu gehen – das würde ich gerne machen“, erzählte er dem Magazin ‚Männer‘. „Ich würde das schon aufmischen“. von Praunheim, der 1991 in der RTL-Show ‚Der heiße Stuhl‘ mit dem Outing von Hape Kerkeling und Alfred Biolek erstmals ein Tabu brach und TV-Geschichte schrieb, fügte hinzu, dass sein Lebensgefährte Oliver Sechting den Einzug ins Rtl-Pritschenlager nicht gut finde: „Weil er mich liebt, würde er das nicht gut finden. Er ist ein vorsichtiger Mensch und ich war immer waghalsiger, aber das nimmt ja auch mit dem Alter ab.“

Der Medienprofi hätte offenbar auch eine gewisse Dramaturgie für seinen Dschungelcamp-Besuch parat: “Ich denke schon noch, es ist wichtig, Kontroversen und Provokationen zu schaffen, dass Leute mehr über bestimmte Sachen nachdenken. Aber es muss die Sache eben auch wert sein, es muss ein Anliegen geben. Nicht nur das Ziel Kontroversen zu schaffen um der Kontroverse willen.“

Am Donnerstagabend feierte von Praunheim, der bis 2007 fünf Jahre lang auch Regie-Professor an der Filmuniversität „Konrad Wolf“ war, jedenfalls bei Vorweihnachtsparty des Medienboard Berlin-Brandenburg in Berlin (siehe Foto mit Freund Oliver) mit 500 Gästen aus der Filmbranche, darunter Jungstars wie Alina Levshin, Frederick Lau, Fabian Busch und Louis Hofmann. (PV)

Foto: Ralf Succo/WENN.com