Samstag, 10. Dezember 2016, 20:52 Uhr

Charli XCX: Die britische Überfliegerin im Interview

Charli XCX ist gerade mal 24 Jahre alt und schon eine der ganz Großen im internationalen Popzirkus. Ihre Musik ist jung, poppig und rebellisch, und in aller erster Linie authentisch. Denn Charli schreibt alle ihre Texte selber.

Charli XCX: Die britische Überfliegerin im Interview

Zuletzt hatte die Künstlerin im Februar ihre experimentelle, von Sophie produzierte EP „Vroom Vroom“ veröffentlicht, die zugleich den Launch ihres eigenen Plattenlabels Vroom Vroom Recordings markierte. Das letzte Studioalbum „Sucker“ von Charli XCX erschien 2015, enthielt Hits wie „Boom Clap“, „Break the Rules“, „Doing It (feat. Rita Ora)“ und „Famous“ und wurde u.a. vom Rolling Stone in die Liste der „Top-Alben 2015“ aufgenommen,

„After The Afterparty“ heißt ihre aktuelle Single. Im Mai 2017 kommt endlich ihr lang erwartetes drittes Album. Redakteurin Laura von klatsch-tratsch.de hat mit der 24-jährigen britischen Sängerin geplaudert.

Dein neues Album kommt im Mai raus. Kannst du schon etwas darüber verraten?
Klar, ist wird das poppigste Album, das ich bisher gemacht habe. Ich habe mit vier verschiedenen Produzenten gearbeitet. Ich wollte ein Party-Album machen, mit Musik zu der ich selber feiern würden.

Und ist das Album vom Sound her wie deine EP „Vroom Vroom“?
Es ist so halb-halb. Die eine Hälfte ist wie „Vroom-Vroom“ und die andere wie meine neue Single „After the Afterparty“. Es ist eine Mischung aus klassischem Pop und Partysongs.

Du hast gerade dein eigenes Label gegründet. Wie kam es dazu?
Mein Label heißt „Vroom Vroom Recordings“. Ich habe gerade zwei neue Künstler gesignt, RIVRS und CuckooLander. Und nächstes Jahr geht es dann richtig los. Ich habe das Label gegründet, damit ich mit Künstlern arbeiten kann, die ich wirklich mag und die vielleicht anders keinen Plattendeal bekommen hätten.

Charli XCX: Die britische Überfliegerin im Interview

Und wie bleibst du in Kontakt mit deinen Fans, insbesondere jetzt, wo du immer erfolgreicher wirst?
Vor Kurzem habe ich zum Beispiel eine Halloween-Party für sie geschmissen. Es war verrückt und ist komplett außer Kontrolle geraten. Die Party musste schon um 22.30 Uhr von der Polizei beendet werden, weil alle so ausgerastet sind. Aber es hat Superspaß gemacht. Außerdem habe ich das „Angel Phone“. „Angel“ weil ich meine Fans so nenne, wegen „Charlie´s Angels“. Auf jeden Fall habe ich da dieses Telefon und ich gebe die Nummer dann im Radio raus und meine Fans können mich anrufen und mir texten.

Und was war das Schönste, das dir jemand am „Angel Phone“ gesagt hat?
Ich finde es immer schön, wenn mir Fans sagen, dass ihnen meine Musik geholfen hat, durch eine schwere Zeit in ihrem Leben zu kommen oder durch eine Trennung. Ich schreibe meine Musik zwar nicht für diesen Zweck. Aber wenn dir das dann jemand sagt, wird dir die Kraft von Musik wieder bewusst. Auch wenn es auch irgendwie weird zu wissen, dass du so einen Einfluss auf das Leben von jemanden hast.

Ja, aber das ist bei dir ja nicht anders. Du hast doch sicher auch Songs, die dir ans Herz gegangen sind. Wo wir schon dabei sind, was ist dein Break-Up-Song?
Ähm, ich muss zugeben, ich höre eigentlich nur meine eigene Musik. Ich habe nicht mal einen Lieblingssong. Es ist fast traurig. Es gibt Leute, die haben diesen einen Song mit dem sie ein ganz bestimmtes Gefühl verbinden, aber ich habe das nicht.

Und wieso hörst du dir keine Musik von anderen Künstlern?
Es finde es störend, wenn ich gerade selber Musik mache, was so ungefähr immer ist. Klar es gibt immer Sachen, bei denen ich denke „Wow, das ist cool“, aber ich kann es mir nicht zu oft anhören, weil dann würde ich es in meiner Musik kopieren, und das will ich nicht. Ich habe dieses Jahr nur zwei Alben gekauft, das von Kanye West und das von Rihanna. Und das wars.

Charli XCX: Die britische Überfliegerin im Interview

Wirst du mit deinem neuen Album dann auch auf Tour gehen?
Ja, in etwa ab April und dann für den Rest des Jahres. Aber die genauen Termine stehen noch nicht fest.

Fotos: klatsch-tratsch.de/Patrick Hoffmann