Samstag, 10. Dezember 2016, 14:48 Uhr

Regielegende Wolfgang Petersen: Größer ist nicht gleich besser

Nach Jahrzehnten als Regisseur von Hollywood-Blockbustern ist für Wolfgang Petersen die Rückkehr in die deutsche Filmwelt gewöhnungsbedürftig. Aber das Bombastische in Hollywood habe nicht nur Vorteile.

Regielegende Wolfgang Petersen: Größer ist nicht gleich besser

Für den aus Ostfriesland stammenden Hollywood-Regisseur Wolfgang Petersen (75, „Air Force One“, „Troja“) ist größer nicht gleich besser. Die kleineren Maßstäbe beim Dreh in Deutschland im Vergleich zu den USA hätten auch Vorteile, sagte der 75-Jährige in einem Interview mit dem „Playboy“. „Mit gigantischen Budgets kommen auch Probleme, weil dadurch deine kreative Freiheit eingeschränkt ist. Außerdem hast du deinen Riesentross, und da kostet alles so viel Zeit.“

Petersen, dem sein oscarnominiertes Kriegsdrama „Das Boot“ 1981 zum Sprung zu starbesetzten Hollywood-Blockbustern verhalf, hat mit dem Remake von „Vier gegen die Bank“ seinen ersten deutschen Film seit mehr als 30 Jahren gedreht.

Sein Wohnwagen sei winzig und der Dreh im winterlichen Berlin antarktisch kalt gewesen, gelohnt habe es sich dennoch: „Es war ein besonderes Ereignis, wo jeder das Beste vom Besten von sich gegeben hat“, schwärmte der Regisseur. Die Gaunerkomödie mit Til Schweiger, Michael „Bully“ Herbig, Matthias Schweighöfer und Jan Josef Liefers kommt am 25. Dezember in die Kinos. (dpa/KT)

Foto: Schultz-Coulon/WENN.com