Samstag, 10. Dezember 2016, 19:29 Uhr

The Voice of Germany: Marc Amacher, was nun?

Marc Amacher (32) ist der Überraschungsstar der diesjährigen „The Voice“-Staffel. Der kleine Schweizer hat eine Stimme wie ein Reibeisen und die Energie von einem Vulkan. Sogar der Super-Entertainer Robbie Williams war hin und weg vom ihm.

The Voice of Germany: Marc Amacher, was nun?

Noch nie durfte ein Talent bei The Voice of Germany so viele Zugaben geben. Im Halbfinale der Musikshow am Sonntagabend live in SAT.1 will sich der Schweizer mit T.N.T. (AC/DC) ins Finale rocken. Inzwischen ist von Marc, der vom Team Fanta gecoacht wird und als der Geheimtipp der diesjährigen Staffel gilt, auch das erste Video ‚Roots Boy Boogie‘ draußen. Rockt sich der Publikums-Liebling am Sonntag ins Finale? klatsch-tratsch.de hat mit dem Halbfinalisten geplaudert.

Eine uncharmante Frage vorweg, verstehen dich alle deine Mitkandidaten oder musst du dich oft wiederholen?
Inzwischen haben sich die anderen an meinen Dialekt gewöhnt. Manchmal ist es schwer für sie, weil ich auch Wörter verwende, die so nicht im deutschen Sprachgebrauch sind. Aber wenn man mich kennt und ein paar Tage mit mir unterwegs ist, klappt das in der Regel ganz gut. Und ich habe mich sprachlich natürlich auf schon angepasst.

Und was konntest du von deinen Mentoren Michi Beck und Smudo lernen?
Sehr viel! Ich hätte mir selber niemals in so kurzer Zeit so viel beibringen können, gerade was die Arbeitsweise betrifft. Ich habe mich davor nie so klar und strukturiert mit einem Text auseinandersetzen müssen. Und mit so einer großen Band zu spielen, ist als Musiker natürlich eine totale Bereicherung und man entwickelt sich, mit dieser Erfahrung automatisch weiter. Und auch rein menschlich waren die Jungs von Fanta super, Die sind jetzt seit 30 Jahren befreundet und mögen es immer noch miteinander Zeit zu verbringen. Das ist doch lebenswert?!

Vor den Sing-Offs hast du ja mit Robbie Williams geprobt. Wie war das für dich?
Es war eine super Erfahrung. Ich mag den Typen echt. Der kam um die Ecke und wir haben einfach angefangen, über Musik zu quatschen. Er hat sofort verstanden, wie ich ticke und es war nicht so, das er der große Star und ich der kleine Nobody war, sondern wir haben einfach von Musiker zu Musiker miteinander gesprochen.

Du hast gar kein Lampenfieber, oder?
Nein, ich steh aber auch schon auf der Bühne seit ich ein kleiner Junge bin. Ich war immer der mit der Gitarre unterwegs. Und wenn du dann den Anspruch hast, mit dir und an dir selbst zu arbeiten, dann ist Musik ein ganz gutes Hilfsmittel, die Knoten, die man als Mensch mit sich rumschleift, zu lösen. Und für mich war Musik auch immer eine Möglichkeit, mich nicht anpassen zu müssen, sondern einfach der sein zu können, der ich bin.

Wie wichtig ist es dir eigentlich gerade „The Voice“ zu gewinnen?
Für mich war es eigentlich nie eine Frage des Gewinnens, sondern ich hab mich eher gefragt, auf wie viel Akzeptanz ich stoßen werde. Und ich bin wirklich überrascht, wie viel Akzeptanz ich vom Publikum bekommen habe. Ich wurde so schon mehr beschenkt, als ich mir das je erträumt hätte. Ich hätte nie gedacht, dass ich so weit kommen würde. Und auch wenn ich jetzt beim Halbfinale rausflieg, dann war es eine geile Zeit mit guten Leuten. Ich mach ja Musik nicht, um zu gewinnen, sondern weil dir Musik die Möglichkeit gibt, dich immer weiterzuentwickeln.

Andere Frage: Wie verbringst du Weihnachten?
Ich werde Heiligabend im kleinen Kreis mit meiner Frau, meinen Kindern und meinem Vater verbringen. Die letzten Jahre ist die ganze Familie immer zu uns gekommen, aber dieses Jahr wird es wahrscheinlich klein ausfallen. Damit Mama und Papa den Kindern die Aufmerksamkeit geben können, die sie auch verdient haben.

Foto: ProSieben/SAT.1/Bernd Jaworek