Sonntag, 11. Dezember 2016, 15:37 Uhr

James Bond: Alles nur bei dieser Dame geklaut?

Neues von James Bond: Hat Autor Ian Fleming alles nur geklaut? Am Samstag (10. Dezember) war auf dem britischen ‚BBC Radio 4’ eine neue Radio-Dokumentation zu hören, in der die Frage „Die Frau, die James Bond erfand?“ diskutiert wurde. Dabei wurde überlegt, ob sich der Star-Autor Ian Fleming vielleicht sogar seine ikonische Figur des Agenten ausgedacht haben könnte.

James Bond: Alles nur bei dieser Dame geklaut?

Die Autorin Phyllis Bottome veröffentlichte im Jahre 1946, also sieben Jahre vor Flemings erstem Bond-Roman, ihr Buch ‚The Life Line’, in dem es um den britischen Agenten Mark Chalmers geht, der ebenfalls für den britischen Geheimdienst arbeitet. Das war zwar noch nicht sehr überraschend, doch liebt Chalmes genau wie Bond ebenfalls Skisport und Frauen. Jetzt stellen sich viele Kritiker die Fragen, ob Fleming seine großen Geschichten vielleicht nur kopiert haben könnte. Möglichkeiten dazu hätte er gehabt, denn Bottome macht damals mit ihrem Mann öfter Urlaub in Flemings Villa in Jamaika, wie ‚Filmstarts.de’ berichtet.

Der britische Autor und Historiker, Nigel West, brachte seine Meinung in der Dokumentation auf den Punkt und sagte, dass er Bottome und Fleming nicht als Schüler und Lehrer, sondern als Dieb und Opfer bezeichnen würde. Literaturkritiker Simon Winder hingegen würde nicht von Diebstahl reden, ist jedoch der Meinung, dass die Entstehungsgeschichte von ‚James Bond’ umgeschrieben werden müsse, da Bottome „substanziellen Einfluss“ gehabt habe. Bis zu seinem Tod im Jahre 1964, ein Jahr nachdem Bottome gestorben war, schrieb Fleming zwölf Romane über den Geheimagenten.

Unser Foto zeigt James-Bond-Darsteller Daniel Craig im letzten Spektakel ‚Spectre‘.

Foto: SonyPictures