Sonntag, 11. Dezember 2016, 10:38 Uhr

The Voice Of Germany: Boris Alexander Stein, wie nun weiter?

Harte Schale, weicher Kerl – und eine super gefuehlvolle Stimme: Alicia Keys brachte es im Coaching mit Boris Alexander Stein aus Lüneburg auf den Punkt: „You can“t judge a book by it“s cover“.

The Voice Of Germany: Boris Alexander Stein, wie nun weiter?

Im Halbfinale von „The Voice of Germany“ heute Abend live in SAT.1 singt er „Still“ von Jupiter Jones. In  seiner eigenen Single „Losgelöst“ (Seit Freiotag zu haben!) will sich der Musiker aus dem Team von Yvonne Catterfeld frei machen von allen Zwängen und Mustern. Boris Alexander: „Ich habe meinen Song selbst geschrieben und dadurch eine sehr innige Verbindung mit dem Thema. Dadurch, dass dieser Song viel poppiger ist als alles was ich zuvor gemacht habe, versuche ich mich von meinem Selbstbild freizumachen, um zu schauen wie ich mich damit fuehle.“ klatsch.-tratsch.de hat mt dem 29-jährigen geplaudert.

Wen siehst du denn als Sieger bei der Staffel?
Meine persönlichen Favoriten sind Tay Schmedtmann und Robin Resch. Kai zum Beispiel hat eine sehr starke und präsente Stimme, sobald es anfängt zu singen, ist er einfach da. Außerdem ist er hier einer meiner besten Freunde, von daher würde ich es ihm auch gönnen.

Und was konntest du von deiner Mentorin Yvonne Catterfeld lernen?
Yvonne ist wie ich eine sehr herzliche Person, deswegen fühle ich mich bei ihr ziemlich wohl. Sie legt sehr viel Wert auf die Emotionalität eines Songs und das kommt mir zugute. Sie hat mich darin bestärkt, mich auf die Songs einzulassen. Allgemein habe ich bei „The Voice“ gelernt, mehr auf mich selber zu vertrauen. Yvonne und Alicia Keys haben mir das beide mit auf den Weg gegeben und ich versuche, mir das zu Herzen zu nehmen.

Angenommen du gewinnst nicht, was kommt dann nach „The Voice“ für dich?
Für mich ist es ganz klar, weiter Musik zu machen. Ich überlege gerade, ein deutsches Pop-Album auszunehmen, weil ich an der Musik jetzt wirklich Gefallen gefunden habe. Dann mach ich natürlich mit meiner Band weiter. Ich hänge zu sehr an der Hardcore-Szene. Ich will das auf jeden Fall beibehalten.

Und wie bist du zum deutschen Kuschelpop gekommen?
Ich höre privat eigentlich alles , aber habe deutschen Pop noch nie selber ausprobiert. Und deswegen wollte ich mich an die krasseste Grenze bringen. Einfach dieses Bild vom Hardcore-Typen mal loslassen, um dann zu sehen, wie ich mich damit fühle.

Wie sieht es eigentlich mit Lampenfieber bei dir aus?
Das Lampenfieber steigt von Auftritt zu Auftritt. Ich bin relativ locker in die Sache reingegangen und dachte; „Ja, vielleicht schaffst du eine Runde, aber wenn nicht ist auch egal.“ Und jetzt steh ich im Halbfinale und könnte mich totlachen, weil ich damit niemals gerechnet hätte. Jetzt will man natürlich auch ins Finale kommen und der eigene Leistungsdruck beginnt. Ich versuch trotzdem immer den Moment so gut zu genießen, wie es geht.

Bringt dir deine Bühnenerfahrung da einen Vorteil?
Ja, schon. Ich bin hier einer der Entspanntesten. Ich weiß halt, um was es mir geht, weil ich mich auch schon sehr viel mit mir selber und mit meiner musikalischen Identität beschäftigt habe. Das bringt dir schon einen großen Vorteil und hilft dir, wenn es darauf ankommt, professionell zu sein.

Andere Frage, wie verbringst du eigentlich Weihnachten?
Ich hoffe, dass ich Weihnachten zu Hause bin. Ich werde zu meinen Eltern fahren, weil mir meine Mutter sonst den Kopf abreist. Sie ist nämlich absoluter Weihnachtsfan. Und abends werde ich mich dann mit ein paar Freunden aus Wuppertal treffen.

Foto: ProSieben/SAT.1/Bernd Jaworek