Montag, 12. Dezember 2016, 13:30 Uhr

Michael Fassbender: "Unser Leben ist vom Mutterleib an vorbestimmt"

Glaube an die Vorbestimmung, doch verlass dich nicht auf sie. Arbeite hart, aber respektiere auch das Glück. Und such dir wie Hollywood-Überflieger Michael Fassbender etwas, um den Stress auf dem Weg zum Erfolg fortzuspülen.

Michael Fassbender: "Unser Leben ist vom Mutterleib an vorbestimmt"
Foto: Tony Oudot/WENN

Was das ist, erzählt der Star aus ‚Assassin’s Creed‘ jetzt im Interview mit dem Magazin ‚The Red Bulletin‘. Er erzählte: „Ursprünglich wollte ich Gitarre in einer Heavy-Metal-Band spielen. Ich habe zwei Stunden täglich geübt, jeden Tag nach der Schule. Aber eines Tages kam ein Freund von mir mit seiner Gitarre vorbei, und sein Können hat mich einfach umgehauen. Mir war klar: Er hat es drauf und ich nicht. Aber ungefähr zur gleichen Zeit fing ich mit dem Schauspielunterricht an. In den meisten Schulfächern war ich bloß Durchschnitt. Aber zu dieser Sache hatte ich sofort eine Affinität. Hier hatte ich das Gefühl, dass ich mich ausdrücken kann.“

Michael Fassbender: "Unser Leben ist vom Mutterleib an vorbestimmt"
Foto: John Russo/The Red Bulletin

Fassbender glaubt, dass einem diese Veranlagung in die Wiege gelegt wird: „Ich glaube, dass unser Leben vom Mutterleib an vorbestimmt ist. Aber gleichzeitig lebe ich nicht nach diesem Prinzip. Das heißt, ich lehne mich nicht einfach zurück, weil ich glaube, dass sich alles von selbst regelt. Ich bin bei allem, was ich tue, enorm engagiert und arbeite beruflich sehr hart.“

In dem Interview sprach der Freizeit-Motorradfahrer auch darüber wie schmal die Schwelle zum Tod sein kann: „Einmal fuhr ich mit dem Motorrad, da kamen mir zwei Autos allzu nahe, die so um die 220 draufhatten. Ich konnte den Windstoß spüren, als das eine an mir vorbeiraste. Ein anderes Mal schwamm ich bei ziemlich hohem Seegang im Meer, und ich dachte, ich ertrinke. Kritisch war’s auch beim Bergsteigen, wo ich einen Wettersturz erlebte.“ In solchen Situationen versucht der Star allerdings gelassen zu bleiben. „Ich weiß, dass ich da nichts machen kann. Letztlich denke ich, wenn meine Karte gezogen wird, dann wird sie gezogen.“