Dienstag, 13. Dezember 2016, 19:50 Uhr

Filmkritik: "Rogue One - A Star Wars Story" dreht richtig auf!

Die Fans freuen sich, und dies – soviel vor ab – völlig zu Recht! „Rogue One: A Star Wars Story“ startet am 15. Dezember in den Kinos. Unsere Filmexpertin hat das Spektakel schon gesehen.

Filmkritik: "Rogue One - A Star Wars Story" dreht richtig auf!

Galen Erso (Kinogott Mads Mikkelsen, 51, „Michael Kohlhaas“, „Die Jagd“) möchte nur ein Farmer sein, nach den Jahreszeiten leben und ein guter Ehemann und Vater noch dazu. Nichts davon ist ihm vergönnt, die Familie Vater-Mutter-Tochter wird auseinander gerissen, das kleine Mädchen Jyn überlebt. Galen Erso ist ein Techniker und Erfinder, er besitzt Schlüsselwissen und Kreativtität – aber all sein Know How wird in eine üble Sache gepumpt: für die Superwaffe des Imperiums. Aus dem kleinen Mädchen ist der Wildfang Jyn (Felicity Jones) geworden, aufgewachsen bei Saw Gerrera (immer wieder ein Hingucker: Forest Whitaker, 55, „Ghost Dog Der Weg des Samurai“, „Der letzte König von Schottland“), der letztendlich bei den Rebellen landet.

Doch Jyns Vorstrafenregister ist beträchtlich: Diebstahl, Fälschung und schwere Körperverletzung. Wenn man gegen das Imperium antritt, legt man besser alle guten Manieren ab und konzentriert sich auf das Wesentliche!

Der Widerstand wird von Mon Mothma (Genevieve O’Reilly) geleitet. Es gibt einen Rat, der eigentlich ratlos ist – da ist die rauhe wilde Kraft und der Mut der Verzweiflung eine fast schon seriöse Option, auch wenn es bedeutet, sich der aussichtslosen Übermacht des Imperiums als Himmelfahrtskommando entgegenzuwerfen. Die Widerstandsgruppe ist bunt gemischt und von Hierarchie kann nun wirklich nicht die Rede sein: Captain Cassian Andor (ganz toll: Diego Luna, 36, „Milk“, „Elysium“), der blinde Krieger Chirrut Îmwe (Wow: Donnie Yen!) und seine „rechte Hand“, Baze Malbus (Jiang Wen) sowie der Sicherheitsdroide K-2SO (Stimme im Original: Alan Tudyk, 45, „28 Tage“), welcher „umerzogen“ wurde in einen echt coolen und unglaublich witzigen Mitstreiter.

Filmkritik: "Rogue One - A Star Wars Story" dreht richtig auf!

Diese Gurkentruppe zieht nun also los in den Krieg gegen das Imperium, das den Todesstern testen will. Was kann diese Waffe, wie gefährlich ist sie wirklich und wie kann man sie loswerden – das ist die zentrale Frage, um die sich in „Rogue One: A Star Wars Story“ alles dreht. Der große Gegenspieler ist hier noch nicht Lord Vader (der ist quasi noch nicht ausgereift in seinem Kubus), sondern eher der Militärdirektor Krennic (der wunderbare australische Schauspieler Ben Mendelsohn, 47, „Tage am Strand“, „Lost River“). Krennic hat panische Angst vor Lord Vader (Stimme im Original: James Earl Jones) und es ist nicht zuviel verraten: völlig zu Recht…

Filmkritik: "Rogue One - A Star Wars Story" dreht richtig auf!

Fazit: Nach dem schnarchlangweiligen „Star Wars: The Force Awakens“ vom letzten Jahr startet „Rogue One: A Star Wars Story“ so richtig durch. Endlich wieder eine Story und nicht nur technische Effekte oder bedeutungsschweres ödes Herumgestehe und – geschwafel.

Mehr noch: Echte Charaktere, witzige Dialoge, Figuren, mit denen man mitfiebern kann und die einem ans Herz wachsen. Was für ein Finale! Für alle, die bisher noch keinen Star Wars-Film gesehen haben: Achtung, das könnte eine „Einstiegsdroge“ sein! (Katrin Wessel)

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