Donnerstag, 15. Dezember 2016, 22:11 Uhr

Rufus Wainwright: "Es ist als hätten wir einen Übermenschen verloren"

Rufus Wainwright spricht offen über seine Beziehung mit dem “unerreichbaren“ Leonard Cohen. Der Sänger hatte eine enge Verbindung zu Cohen, denn der Star war der Großvater seiner Tochter Viva.

Rufus Wainwright: "Es ist als hätten wir einen Übermenschen verloren"
Foto: Adriana M. Barraza/WENN.com

Deren Mutter ist Cohens Tochter Lorca. Wainwright schrieb jetzt einen herzerweichenden Text, der in der Zeitung ‚The Guardian‘ veröffentlicht wurde. Darin verriet er: „Erst als ich mit 18 nach L.A. zog und seine Tochter Lorca traf, lernte ich ihn kennen. Mit 20 begann ich, seine Songs anzuhören, nachdem ich gefragt wurde, ‚Hallelujah‘ für den ‚Shrek‘-Soundtrack zu singen. Dann habe ich richtig angefangen, mich in seine Musik reinzuhören und ich habe realisiert, wie unantastbar er war.“ Über Cohen gestand Wainwright: „Ich liebe seinen Humor. […] Er war auch sehr entwaffnend, wenn er Leute traf. Er hat ihre Hände gehalten und statt ‚Hallo‘ einfach ‚Wie geht es dir?‘ gesagt. Mit einem Lächeln sagte er ‚Ihr werdet uns nie bekommen‘.“

Laut Wainwright war das immer nur spielerisch gemeint, aber es habe schon etwas Kantiges an sich gehabt. Über die enge familiäre Beziehung meinte der Musiker: „Er war ein sehr glücklicher Großvater. Ich erinnere mich an einen Tag, als wir leise zusammensaßen und Viva beim Spielen zusahen. Er lächelte so viel. Er war immer sehr lieb zu mir als Vivas Vater. Er stellte mich bei Leuten vor, in dem er sagte: ‚Das ist Rufus, er ist ein Familienmitglied.'“ Zusammenfassend schrieb der Star: „Ich denke, es ist eine Tragödie, dass wir diesen Mann verloren haben. Er war so ein schlauer Kerl zu einer Zeit, in der es nicht viele schlaue Kerle gibt. Es fühlt sich wirklich so an, als hätten wir einen Übermenschen verloren.“