Mittwoch, 28. Dezember 2016, 15:05 Uhr

"Assassin's Creed": Schlechter Start in den US-Kinos

Letzte Woche lief der Blockbuster „Assassin’s Creed“ in den Kinos der USA an und die Erwartungen waren groß. Sowohl auf seiten der Gamer als auch auf der der Filmemacher.

"Assassin's Creed": Schlechter Start in den US-Kinos
Foto: 2016 Twentieth Century Fox

Die Gamer erhofften sich, dass endlich mal eine gute Real-Verfilmung eines Video-Spiels rauskommt und damit eine neue Ära eingeläutet wird und die Produzenten rechneten damit, dass die Millionen von Fans des Spiels in die Kinos pilgern werden. Beide Erwartungen wurden nicht komplett enttäuscht, aber wie eine Bombe schlug der Film mit Michael Fassbender (39) in der Hauptrolle jetzt auch nicht ein.

„Assassin’s Creed“ spielte bis jetzt 22,5 Millionen Dollar ein. Das klingt viel, ist aber wenn man bedenkt, dass die Produktion alleine 125 Millionen Dollar kostete, kein besonders gutes Ergebnis. Man rechnete eigentlich mit 35 Millionen Dollar in der ersten Woche. Wie die Produktionsfirma FOX im Interview mit dem Filmmagazin „Variety“ sagte, hoffe man auf besonders hohe Einspielergebnisse in Europa. Denn Michael Fassbender ist deutsch-irischer Herkunft und Marion Cotillard (41) aus Frankreich. Seit Dienstag läuft er auch hierzulande.

Die schlechten Zahlen an den Kinokassen hängen sicher auch mit den eher negativen Kritiken zusammen. Gerade Videospiel-Fans hatten sich sehr viel mehr von „Assassin´s Creed“ erwartet. Und da ging es nicht nur um den Film ansich. Denn bisher war es so, dass alle filmischen Umsetzungen von Video-Games eher schlecht als recht waren. Im Gegenteil zur Comic-Kultur schaffte die Gamer-Szene den Sprung in den Mainstream und dahin, allgemein als cool angesehen zu werden, bisher noch nicht. In Foren und Gamer-Talks wurde immer wieder betont, dass der Film mit den Hollywood-Stars Fassbender und Cotillard, dieses Image ändern und eine neue Ära einleiten könnte. Na ja, sieht so aus als wäre diese neue Ära noch nicht am Start.

Enttäuschung gab es übrigens auch für die Sci-Fi-Romanze „Passengers“ mit Jennifer Lawrence und Chris Pratt. Möglicherweise aufgrund der Kritiken blieb sie mit 23 Millionen Dollar Starteinnahmen deutlich hinter den Erwartungen zurück (LK/dpa)

"Assassin's Creed": Schlechter Start in den US-Kinos
Foto: 2016 Twentieth Century Fox