Mittwoch, 04. Januar 2017, 18:45 Uhr

Bruce Springsteen spricht über ein neues Album

Bruce Springsteen wird von seiner Trump-Angst zum Schreiben angeregt. Natürlich nicht, um den angehenden US-Präsidenten zu huldigen, im Gegenteil. Seit der Wahl schlägt er sich mit Sorgen und Ängsten herum und erklärte im Interview mit Marc Maron in seinem ‚WTF‘-Podcast, wie er nun vorgehen wird.

Bruce Springsteen spricht über ein neues Album
Foto: Macguyver/WENN.com

„Ich habe noch keine Songs darüber geschrieben – es dauert eine Weile, bis man die Geschehnisse verdaut hat – und ich weiß auch nicht, ob ich es noch tun werde. Ich sage nicht ‚Okay, ich muss jetzt ein Trump-Album machen, das ist es unbedingt, was als nächstes kommen muss!'“ Der Sänger macht sich Sorgen, dass sein Land von den Parolen des Republikaners beeinflusst wird: „Wenn man diesen ‚Geist‘ der Bigotterie, des Rassismus und der Intoleranz einmal aus der Flasche lässt, dann schlüpft er nicht so einfach wieder in die Flasche zurück. Es gibt einen Anstieg von ‚hate crimes‘; Menschen reden und benehmen sich plötzlich auf eine Art und Weise, die als ‚un-amerikanisch‘ angesehen wurde und es auch ist. An diesem Punkt setzt Trump an, und meine Angst ist, dass all diese Dinge einen festen Platz in der normalen, zivilisierten Gesellschaft finden und sich damit das Land zu einem nicht wiederzuerkennenden wandelt.“

Über seine Art, einen künstlerischen Ansatz zu finden, erklärte er: „Ich schreibe einfach raus, was mich beschäftigt; und ich kann auch eine Platte machen über das, was ich in jenem Moment schreibe. Manchmal wird das dann sehr themenspezifisch, aber manchmal auch nicht. Momentan haben wir allerdings eine ganz ordentliche Ansammlung von Material, das wir rausbringen können.“