Donnerstag, 05. Januar 2017, 21:40 Uhr

Preview "Die Hölle - Inferno": Wer ist Jäger und wer Gejagter?

Am 19. Januar startet der Krimi ‚Die Hölle – Inferno‘ in den deutschen Kinos. Darin gerät junge Frau ins Visier eines religioes motivierten Serienkillers – ein gnadenloser Kampf auf Leben und Tod beginnt.

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Foto: Splendid

Der Oscar-prämierte Regisseur Stefan Ruzowitzky bringt in diesem nervenaufreibenden Thriller Action und Spannung ins vermeintlich beschauliche Wien.

Die resolute Taxifahrerin Özge Dogruol (Violetta Schurawlow) lebt in Wien, besucht die Abendschule, redet wenig und trainiert hart. Sie ist eine leidenschaftliche Thaiboxerin, die keine Auseinandersetzung scheut. Eines Nachts wird Özge unfreiwillig Augenzeugin eines extrem brutalen Mordes im Nachbarhaus. Der Täter (Sammy Sheik), ein fanatischer Serienmörder, weiß, dass Özge ihn beobachtet hat und ist entschlossen, sie aus dem Weg zu schaffen.

Er lauert Özge in ihrer Wohnung auf, tötet jedoch die Falsche: Ranya, Özges Cousine und beste Freundin. Nun muss Özge sich auch noch um Ada, die kleine Tochter von Ranya kümmern. Unterstützung bekommt sie von dem mürrischen Wiener Kommissar Christian Steiner (Tobias Moretti), der schnell feststellt, dass Özge schwer zu kontrollieren ist. Denn Özge ist kein Opfer und die Wut auf ihren Peiniger wächst. Bald ist nicht mehr klar, wer Jäger und wer Gejagter ist…

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Foto: Splendid

Regisseur Stefan Ruzowitzky sagte dazu: „Eines wollte ich nicht machen: einen Film, der „wie ein Hollywood-Film“ ist. Die Hölle – Inferno ist sehr österreichisch, sehr wienerisch, die Figuren, die Schauplätze. Wien-Klischees sucht man vergeblich, auch die „neuen“ Klischees des neuen österreichischen Films haben wir versucht zu vermeiden. Ich wollte ein Wien zeigen, wie ich es erlebe. Eine moderne, urbane Großstadt, durchaus schnell und hart, wenn man das touristische Zentrum verlässt. Wie in jeder Metropole haben hier alle einen Migrationshintergrund – es ist nur die Frage, in der wievielten Generation.“

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Weiter erklärte er: „Und wie in jeder Metropole definiert man sich nicht unbedingt darüber, sieht sich deswegen schon gar nicht als wandelnder Problemfall. Ob man’s draufhat oder nicht, zeigt sich an ganz anderen Dingen. Ich habe versucht, die Actionszenen handwerklich auf internationalem Niveau zu inszenieren. Wenn die Autoverfolgungsjagd durch die Schönlaterngasse geht, Özge ihren Gegner in einem überfüllten Wagon der U1 verprügelt und das Taxi neben dem Burgtheater explodiert, dann gibt es nicht nur für Ortskundige einen Mehrwert. Gute Actionszenen sollten einen unverwechselbaren Charakter und in jeder Hinsicht eine Heimat haben.“

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