Freitag, 06. Januar 2017, 13:20 Uhr

Hanka Rackwitz im Dschungelcamp: Schwere Zwangsstörungen

Die sympathische Leipziger TV-Maklerin Hanka Rackwitz (47) gestand: „Mein Tag ist zu 82 Prozent durch Zwänge bestimmt.“ Nun zieht sie mit diesem für Fremde eher lächerlich anmutenden Ängsten und Panikattacken ins Dschungelcamp.

Hanka Rackwitz im Dschungelcamp: Schwere Zwangsstörungen
Hanka Rackwitz, Sympathische TV-Maklerin. Foto: RTL / Ruprecht Stempell

Jetzt sprach die ehemalige Big-Brother-Bewohnrin erneut über die Zwangsstörungen, zu denen u.a. bis zu 100mal Händewaschen am Tag gehört. Das meiste macht Rackwitz sechsmal, eine „Sicherungszahl“ wie sie im Interview mit dem ‚Stern‘ verriet. „Die Panik ist immer schneller, die Angst ist immer schneller als die Vernunft. Und die zwingt mich eben zu diesen Handlungen: Ich müsste, wenn sich die Starre auflöst, die betroffene Stelle ganz oft waschen. Waschen, waschen, so lange bis die Panik glaubt: Es ist jetzt gut.“

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Kaum etwas kann sie anfassen, ohne sich davor zu schützen. Wie soll das gehen im RTL-Pritschenlager. Dem Sender gab sie über ihre schwere Kontaminationsangst dieses Interview.

Hanka Rackwitz im Dschungelcamp: Schwere Zwangsstörungen
Foto: RTL / Ruprecht Stempell

Sie haben Kontaminationsängste. Was bedeutet das für die Zeit im Dschungel?
Ich habe seit über 25 Jahren Zwangsstörungen. Irgendetwas zwingt einen dazu, bestimmte Handlungen durchzuführen. Das ist kein schönes Gefühl, weil man gegen seinen Willen und gegen seine Überzeugungen handelt. Zwängen geht immer eine Angst voraus. Um diese Angst zu bekämpfen, muss ich Zwangshandlungen durchführen, die hinten und vorne keine Logik haben. Mein Tag ist zu 82 Prozent durch Zwänge bestimmt und dadurch wird jeder Tag zu einem Überlebenskampf. Aber ob ich die Zwänge nun zu Hause in meiner Wohnung oder in Australien habe, ist egal. Die Angst nehme ich überall mit hin.

Hilft Ihnen der Dschungel dabei, Ihre Ängste zu überwinden?
Der Dschungel wird meine Ängste auf gar keinen Fall heilen können. Aber das einzige, was bei Zwängen hilft, ist eine Konfrontationstherapie. Ich muss mich den Ängsten aussetzen und die Panik ertragen, um danach zu merken, dass ich immer noch lebe.

Wie bereiten Sie sich auf den Dschungel vor?
Ich hatte mir im Vorfeld ganz viel vorgenommen: Ich wollte Sport machen, dass ich gestählt bin wie Grace Jones. Ich wollte in den Leipziger Zoo gehen, schon mal ein paar Schlangen anfassen und mich dort an die Scheiben lehnen, um zu schauen, ob ich das ertrage. Ich wollte braun sein wie ein Guppy. Davon habe ich ganze Null Prozent abgearbeitet. Es war noch nicht einmal genügend Motivation da, um eine einzige Kniebeuge zu machen. Dabei sehen dich die Leute nackig.