Sonntag, 08. Januar 2017, 18:20 Uhr

Alma: Der kommende Popstar der etwas anderen Art

2017 ist noch jung, aber eine Sache ist schon jetzt klar: Von Alma werden wir in diesem Jahr noch eine Menge hören. Vor wenigen Jahren wurde sie Fünfte in einer Castingshow und jetzt startet sie international durch.

Alma: Der kommende Popstar der etwas anderen Art
Foto: Universal Music

Die Chancen stehen günstig: Die junge Finnin konnte im letzten Jahr mit ihrer Zusammenarbeit mit Felix Jaehn („Bonfire“) bis auf den dritten Platz der deutschen Charts vorpreschen und auch ihre Solosingle „Dye my Hair“ mauserte sich hier zu Lande zu einem Radiohit. klatsch-tratsch.de-Autor Dennis hat sich mit der freshen Newcomerin zum Talk getroffen.

Du hast an deinem Finger ein sehr auffälliges Tattoo, das ein bisschen nach „Hello Kitty“ aussieht …
Ich kann dir gar nicht sagen, ob das wirklich „Hello Kitty“ ist. Die Geschichte dahinter ist die: Ich habe drei Katzen Zuhause und das soll eigentlich die Kleinste von ihnen darstellen. Ich habe es selbst gemalt und es ist echt furchtbar geworden. Gemacht wurde das Tattoo von einem Freund von mir, der das eigentlich auch nicht wirklich konnte. Ich habe einen kleinen Teil selbst gemacht, allerdings verschwindet dieser Part schon nach und nach …

Dann lass uns lieber über Dinge sprechen, die wirklich von Erfolg gekrönt waren wie beispielsweise die Zusammenarbeit mit Felix Jaehn. Wie kam das zustande?
Wir haben im gleichen Studio gearbeitet. Er hat meinen Song „Bonfire“ gehört und der hat ihm auf Anhieb gefallen. Er wollte sich dann unbedingt treffen, um den Song zusammen zu machen. Das haben wir dann auch.

Wie hat sich dein Leben seitdem verändert?
Es hat sich seitdem eine ganze Menge verändert. Ich bin die ganze Zeit unterwegs und trete auf. Ich mache Promo und schreibe an neuem Material. Ich war schon sehr lange nicht mehr Zuhause. Also mein Leben hat sich wirklich um 360 Grad verändert.

Du hast vor knapp fünf Jahren bei einer finnischen Castingshow wie DSDS mitgemacht und bist Fünfte geworden. Jetzt hast du aber erst deinen ersten Plattenvertrag bekommen. War dir immer klar, dass deine große Zeit noch kommen würde?
Naja, es war so, dass ich schon die ganze Zeit Plattenverträge angeboten bekommen habe, allerdings hätte ich auf Finnisch singen müssen und das wollte ich nicht. Ich wollte englischsprachige Musik machen, aber dort hat man da nicht so daran geglaubt. Irgendwann haben mich dann die Leute aus Deutschland entdeckt und unter Vertrag genommen und hier bin ich.

Alma: Der kommende Popstar der etwas anderen Art
Foto: Universal Music

Wovon handelt deine neue Single „Dye my hair“?
Es ist quasi eine spaßige Lovestory. Ich war mit dem selben Team im Studio, mit dem ich auch „Bonfire“ und „Karma“ gemacht habe. Das sind ja alles ziemlich tiefe und powervolle Songs. Wir haben uns dann entschlossen noch einen Lovesong zu machen, aber ich wollte keinen dieser klischeemäßigen Schmalzsachen machen. Das ist einfach nicht mein Ding. Es war einfach Spaß, denn ich würde für niemanden meine Haare blond färben. Es ist also ein Lovesong, aber eben meine Version davon.

Also gehe ich jetzt mal davon aus, dass du dir noch nie für jemanden die Haare gefärbt hast.
Ganz genau.

Was ist denn eigentlich deine natürliche Haarfarbe?
Ich würde sagen so Straßenköterblond.

Arbeitest du an einem Album?
Ja und das auf Hochtouren. Ich schreibe wöchentlich mit unterschiedlichen Leuten an neuen Songs. Es läuft ganz gut. Den Namen und Features kann ich dir aber noch nicht verraten, aber es sind echt große Namen beteiligt. Das Album kommt auf jeden Fall im nächsten Jahr auf den Markt.

Du wirst häufig stimmlich mit Beth Ditto verglichen. Wie stehst du zu solchen Vergleichen?
Ich finde das echt schmeichelhaft. Ich habe auch schon mehrmals den Vergleich mit Adele gehört und da kann man sich ja absolut nicht beschweren. Das sind beides unglaublich tolle Sängerinnen. Ich persönlich kann den Vergleich zwar nicht nachvollziehen, aber es ist schön zu hören.

Online findet man auch häufig, dass viele Leute dich inspirierend finden, da du nicht die typische Size Zero-Plastikprinzessin bist. Für viele hast Du dadurch auch eine Vorbildfunktion. Hast du das Gefühl, dass es dir dadurch etwas schwieriger gemacht wurde im Musikbiz durchzustarten oder dass das deine Karriere noch heute irgendwie beeinflusst?
Nein, es hat noch keiner gesagt, dass ich irgendwie anders aussehen soll oder meine Haare anders tragen soll. Ich denke, wenn du starke Songs und eine passende Verpackung hast, dann wird dir auch niemand etwas sagen können. Mit solchen Kommentaren braucht man auch gar nicht erst an mich herangetreten, weil ich ganz genau weiß, wie ich aussehen will. Ich habe meinen eigenen Style. Das ist das Produkt und die den Leuten gefällt es.

Alma: Der kommende Popstar der etwas anderen Art
Foto: Universal Music

Momentan triffst du ja unglaublich viele Celebs. Wer hat dich am meisten inspiriert?
Ich habe kürzlich Mø getroffen. Ich habe das Warm-Up für sie gemacht und sie wusste sofort wer ich war. Das war echt cool. Wir waren dann noch zusammen feiern und sie hat mir ein paar Ratschläge gegeben, wie ich im Business als Newcomer am besten auf mich aufpasse. Es ist einfach eine große Welt, in der man schnell verloren gehen kann. Für diese Ratschläge bin ich sehr dankbar, denn sie weiß ganz genau wovon sie spricht. Ansonsten fand ich Zara Larsson und Martin Garrix menschlich extrem cool. Martin ist so süß und unsere Begegnung hat mich sehr inspiriert. Er ist dieser kleine Millionär, der einfach verrückte Dinge macht. Das gefällt mir.

Alma: Der kommende Popstar der etwas anderen Art
Foto: klatsch-tratsch.de