Freitag, 13. Januar 2017, 22:49 Uhr

"Raw": Der härteste Horror-Film des Jahres?

Am 10. März kommt der französische Film „Raw“ in die Kinos. Schon jetzt wird der Kannibalen-Streifen als der härteste, aber auch „beste Horror-Film des Jahres“ gehandelt.

"Raw": Der härteste Horror-Film des Jahres?
Foto: Focus

„Raw“ wurde bereits bei den Filmfestspielen in Cannes vorgestellt und gewann dort den FIPRESCI-Award, das ist der Preis der Filmkritiker- und Filmjournalisten. Außerdem sollen bei der Weltpremiere beim Filmfestival in Toronto mehrere Menschen in Ohnmacht gefallen sein. Jetzt ist der erste Trailer da! Darin geht es um das junge Mädchen Justine in der Ausbildung zur Tierärztin. Eigentlich ist sie Vegetarierin, aber an ihrer Schule gibt es verschiedene seltsame Rituale, die sie auch zwingen rohes Fleisch zu essen. Justine verändert sich danach, und verspürt plötzlich einen unstillbarer Hunger nach Menschenfleich.

Im ersten Trailer wird nicht gesprochen. Er beginnt auch relativ harmlos, steigert sich zum Ende hin aber zu sehr verstörenden Selbstverstümmelungsszenen. Schon diese kurze Ausschnitte sind nichts für schwache Nerven. Dabei meint die Website „iO9“, deren Redakteure den Film schon auf der Weltpremiere sahen, dass der Trailer „sicher“ für das Publikum sei. Der erzähle „eine mildere Version der Geschichte“.

Insgesamt wird das Erstlingswerk von Julia Ducornau (33) von der Presse gefeiert. So heißt es u.a. bei ‚cinemaforever.net‘, die Regisseurin habe mit Raw „einen Genre-Bastard auf die Welt losgelassen, der sicherlich noch in einigen Ländern bei seiner Veröffentlichung für Furore und Diskussionen sorgen wird.“ Dies sei „allerdings gut so, denn nur selten gibt es heutzutage noch Debütfilme zu sehen, die es sich trauen so sehr Grenzen auszuloten, ohne dabei jedoch ausschließlich selbstzweckhaftes Ekelkino zu bieten, wie es allzu oft der Fall ist.“

Auch wenn die Szenen wohl zum Teil so schlimm und grausam sind, dass Zuschauer beim Filmfestival in Cannes im Kino in Ohnmacht fielen und aus dem Saal herausgetragen werden mussten. Nichtsdestotrotz sind sich alle einig, dass die junge Französin und ihre 18-jährige Hauptdarstellerin Garance Marillier, die tief gehende Geschichte eines schmerzhaften Reifeprozesses und eines bedrohlichen erotischen Erwachens, erzählen, die faszinierend und verstörend zu gleich ist. Ein deutscher Startermin ist noch nicht bekannt. (LK)