Montag, 16. Januar 2017, 16:19 Uhr

Lars Eidinger mit Kristen Stewart in "Personal Shopper"

In „Personal Shopper“ geht es um die Beschwörung von Toten. Der deutsche Schauspieler Lars Eidinger glaubt selber jedoch nicht an Spuk.

Lars Eidinger mit Kristen Stewart in "Personal Shopper"
Foto: Carole Bethuel

40-jährige hält nicht viel von Spiritismus. Er glaube nicht an fliegende Tassen und spukende Geister, sagte Eidinger in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. „Ich glaube aber an eine Form von Spiritualität“, erzählte er. In „Personal Shopper“ (Kinostart am 19. Januar) des Franzosen Olivier Assayas steht der deutsche Schauspieler in einem Film vor der Kamera, der die Geschichte einer Mode-Kaufberaterin erzählt, die versucht, mit dem Geist ihres verstorbenen Bruders in Kontakt zu treten.

Was hat Sie an der Geschichte von „Personal Shopper“ interessiert?
Ich fand die Lektüre spannend. Ich habe das Drehbuch in einem Zug gelesen, was ich selten schaffe.

Der Film handelt von einer jungen Modekauf-Beraterin, die sich für ein Medium hält. Glauben Sie an Spiritismus?
Ich glaube an keine fliegenden Tassen und spukenden Geister. Ich glaube aber an eine Form von Spiritualität

Lars Eidinger mit Kristen Stewart in "Personal Shopper"
Foto: Carole Bethuel

Ist es nicht schwierig, in einem Film zu spielen, der auch die Beschwörung von Toten thematisiert, wenn man dazu keinen Bezug hat?
Wir wollen immer alles verstehen. Das müssen wir aber nicht. Das ist das Tolle an dem Film.

Nach „Die Wolken von Sils Maria“ ist es das zweite Mal, dass Sie mit Olivier Assayas und Kristen Stewart drehen. Haben Sie ein besonderes Verhältnis zu den beiden?
Ich würde zu einer Rolle in einem Film mit Olivier immer „Ja“ sagen. Ich vertraue ihm blind.

Und Kristen Stewart?
Sie ist eine beeindruckende Persönlichkeit. Sie entspricht dem Ideal, das ich von einem Schauspieler habe. Schauspielerei hat nichts mit Lügen und Verstellen zu tun, sondern mit Aufrichtigkeit dem Partner gegenüber, dem Drehbuch gegenüber. Ich habe nicht den Eindruck, dass sie (Stewart) sich verstellt. Sie ist beim Spielen faszinierend.

ZUR PERSON: Lars Eidinger wurde am 21. Januar 1976 in West-Berlin geboren. Nach seiner Ausbildung zum Schauspieler machte er sich als langjähriges Mitglied der Berliner Schaubühne einen Namen. Er spielte in mehreren Fernsehfilmen mit, bevor er dann mit seiner Rolle in dem Beziehungsdrama „Alle anderen“ (2009) von der Regisseurin Maren Ade auch im Kino Erfolge feierte.