Mittwoch, 18. Januar 2017, 22:56 Uhr

Frischware: Norma Jean Martine mit Debütalbum "Only In My Mind"

Ihre Stimme hat diesen kraftvollen, bluesigen Sound, der an Größen wie Nina Simone und Janis Joplin erinnert. Über einen kurzen Stopp in Nashville, wo Norma Jean Martine an der Belmont University Musik studierte, verschlug es sie 2011 auf Raten ihres Professors schließlich nach London.

Frischware: Norma Jean Martine mit Debütalbum "Only In My Mind"
Foto: Erik Weiss

Dort traf Martine ihren Manager, trat bald im Vorprogramm von Künstlern wie Stevie Wonder, Tom Odell und Gaz Coombes auf und eröffnete bereits zwei Mal das legendäre Montreux Jazz Festival.

Und nun endlich erscheint ihr Debütalbum „Only In My Mind“ – eine wunderbare Mischung aus Singer/Songwriter, Pop, Rock, Blues und Folk. Es reicht von sanften Balladen wie „I Will Never Love Again“ über die mit Bläsern und Streichern verzierte Retro-Soul-Pop-Nummer „Still In Love With You“ und dem mit Burt Bacharach zusammen geschriebenen Track „I’m Still Here“, bis hin zu dem von einem Rolling-Stones-Konzert inspirierten rockigen „Animals“. „Für mich“, sagt Martine, „ist dieses Album wie eine verlorene Rock/Pop-Platte aus den Sechzigern und Siebzigern.“

Dabei singt Norma Jean Martine sich die Seele aus dem Leib. Sie leidet und liebt, trauert und verzeiht. Mal warm und zart, dann geheimnisvoll und verrucht. Viele Songs handeln von einer vergangenen Beziehung. „Das war das erste Mal, dass ich dachte, ich könnte mit jemandem alt werden“, sagt sie. Man ahnt schon: Es ging nicht gut aus. Die Entwicklung dieser Beziehung lässt sich in vielen Songs nachvollziehen. Es geht auf dem Album aber nicht nur darum. So ist „I Will Never Love Again“ Martines Vater gewidmet, zu dem sie ein sehr enges Verhältnis hat. Der Titelsong „Only In My Mind“ ist von dem Roman „Wuthering Heights“ inspiriert und handelt von verbotener Liebe, und die erste Single „No Gold“ entstand, als Martine die Autobiografie von Janis Joplin las.

Frischware: Norma Jean Martine mit Debütalbum "Only In My Mind"
Foto: Erik Weiss

„Joplin war wohl Schlafwandlerin und eines Tages wandelte sie hinaus auf die Straße. Ihre Mutter frage sie, wohin sie gehe, und Janis sang so laut sie konnte ‚I’m going home’. Das fand ich irgendwie total schön. Ich selbst habe mein Zuhause verlassen und manchmal fällt es mir schon schwer, so weit weg zu sein. Aber ich weiß, dass ich es aus einem guten Grund getan habe. Ich folge meinem Traum.“

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Foto: Universal Music