Donnerstag, 19. Januar 2017, 9:00 Uhr

Hanka Rackwitz nimmt Antidepressiva im Dschungelcamp?

Hanka Rackwitz ist im Dschungelcamp auf Antidepressiva angewiesen. Die 47-jährige Fernseh-Maklerin machte in den letzten Tagen der Sendung ‚Ich bin ein Star – Holt mich hier raus‘ mit enormen Stimmungsschwankungen von sich reden. Nun eröffnete Rackwitz, dass sie auch im australischen Dschungel auf Antidepressiva angewiesen ist.

Hanka Rackwitz nimmt Antidepressiva im Dschungelcamp?
Foto: RTL/Stefan Menne

Sie verriet der ‚Bild-Zeitung bereits vor ihrer Abreise: „Ich muss meine Tabletten auch im Dschungel nehmen.“ Der zuständige Sender ‚RTL‘ scheint damit kein Problem zu haben. Auf Nachfrage der ‚Bunte‘ erklärte man: „Grundsätzlich gilt: Wenn ein Kandidat außerhalb des Camps regelmäßig Medikamente benötigt, erhält er diese auch während der Zeit im Camp. Ob und wenn ja, für welche Kandidaten dies in der aktuellen Staffel gilt, unterliegt der ärztlichen Schweigepflicht.“

Rackwitz machte sich in den letzten Tagen im Dschungelcamp nicht besonders beliebt bei ihren Mitcampern: Ihre gute Laune, als sie erfuhr, dass Mitkonkurrentin Kader Loth erneut zur Ekelprüfung antreten muss, brachte das ganze Camp gegen sie auf. Munter frohlockte sie: „Ich bin’s nicht. Ich bin’s nicht!“

Dass die TV-Maklerin trotz ihrer Zwangsstörungen und Phobien ins Dschungelcamp gezogen ist, betrachtet ihre Familie inzwischen mit Gelassenheit: „Es ist das passiert, was ich ihr gewünscht hatte. Dass der Dschungel ihr hilft“, sagte ihre Schwester Antje König gestern Abend bei stern TV. Denn: „Wir sehen es ja daran, dass sie – fast aus Versehen – Leute umarmt“, so König in der Live-Schaltung mit Steffen Hallaschka. Die Entscheidung ihrer Schwester, in den Dschungel zu gehen, habe vor allem einen Grund gehabt: „Hanka wollte zeigen, dass sie auch mit der Erkrankung am Leben teilnehmen kann.“ Dass es dabei in der Extremsituation zu Problemen kommt, sei „vorhersehbar gewesen“, sagte die Mutter Helga Rackwitz, die ebenfalls live in die Sendung geschaltet war. Aber „Hanka verstellt sich nicht. Das kann sie gar nicht.“

Und Frauspielerin Olivia Jones, die live zu Gast in der Sendung in Köln war, fügte hinzu: „Sie ist sich bewusst, dass sie psychisch krank ist, die anderen nicht. Deshalb ist sie den anderen sehr weit voraus.“

Hanka Rackwitz nimmt Antidepressiva im Dschungelcamp?
Foto: RTL/Stefan Menne

Auch Professor Dr. Ulrich Voderholzer, mit dem sich auch Hanka Rackwitz ausgetauscht hat, bevor sie ins Dschungelcamp abreiste, betonte im Gespräch mit stern TV, dass man die emotionalen Zusammenbrüche, die im Camp auftreten, nicht zu negativ sehen sollte. Denn, so der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie: „Ein Mensch kann etwas dabei lernen.“

Der Dschungel sei nicht die reale Welt, „Ich habe es oft erlebt, bei Menschen mit Zwängen, wenn sie mal raus sind aus ihrer Situation, wo sie die ganzen Zwänge haben, dann haben sie erst einmal weniger Zwänge“, sagte Voderholzer.

Hanka Rackwitz nimmt Antidepressiva im Dschungelcamp?
Foto: RTL/Stefan Menne

Erst vor wenigen Wochen hatte Hanka Rackwitz bei stern TV über ihren schwierigen Alltag gesprochen, der von ihren Zwängen bestimmt wird. So kontrolliert sie manchmal bis zu 45 Minuten lang, ob der Herd auch wirklich aus ist, dazu kommt eine panische Angst vor Keimen. Andere Menschen zu berühren, ist für sie unmöglich, aber auch der Kontakt mit vielen Alltagsgegenständen löst Panik in ihr aus – selbst die Klinke der eigenen Haustür kann sie nicht anfassen. „Die Vernunft hat keine Chance gegen diesen Zustand“, sagte Rackwitz damals bei stern TV – und berichtete davon, dass sie täglich vier bis acht Stunden mit den Zwangshandlungen verbringt.

Alle Infos zu ‚Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!‘ im Special bei RTL.de