Mittwoch, 25. Januar 2017, 21:10 Uhr

John Travolta, Pulp Fiction und Scientology

1994 kam der Film „Pulp Fiction“ in die Kinos. Die grandiose Gangster-Komödie von Quentin Tarantino (53) ist bis heute Kult und brachte John Travolta (62) nicht nur eine Oscar-Nominierung, sondern lange nach ‚Saturday Night Fever‘ auch das Comeback für seine Karriere.

John Travolta, Pulp Fiction und Scientology
John Travolta mit Gattin Kelly Preston. Foto: FayesVision/WENN.com

Als er die Rolle als Vincent Vega angeboten bekam, fragte er angeblich seinen Mentor bei Scientology zuerst, ob er annehmen sollte. Der riet ihm damals davon ab. Die „King of Queens“-Schauspielerin Leah Remini (46) war früher ein sehr engagiertes Mitglied der Scientology-Sekte. Vor circa drei Jahr trat sie aus der Glaubensgruppe aus und redete seitdem ganz offen über die Strukturen der Organisation. Sie hatte sogar eine eigene Show, „A&E´s Leah Remini: Scientology and then Aftermath“. Zuletzt war der ehemalige Sekten-Sprecher Michael Rinder (61) zu Gast, der auch die lustige Geschichte erzählte, wie er John Travolta damals von der Rolle seiner Karriere abriet.

Laut ‚Vulture.com‘ sagte er: „Als Quentin Tarantino auf ihn zu kam, wegen der Rolle in Pulp Fiction, bat mich John darum, mir das Drehbuch einmal anzuschauen und ihm zu sagen, was ich davon halten würde. Seine Rolle war ein heroinabhängiger Mörder, also sagte ich: ‚Oh, John, ich glaube nicht, dass du das machen solltest‘. Heute kann er da nur selber drüber lachen: „Was für ein großartiger Karrieretipp. Ich hätte Agent werden sollen.“

Das ist auch tatsächlich ein lustiges, unbeabsichtigtes Wortspiel an dieser Stelle. Denn er war Agent, zwar kein Künstleragent, dafür einer innerhalb der Sekte eines mit rechtlichen und nachrichtendienstlichen Aufgaben betrautes Netzwerk. Über 25 Jahre soll er der ausführende Leiter des „Office of Special Affairs“ gewesen, die alle Aktivitäten der Scientology-Sekte überwachte. Bitte? (LK)