Freitag, 27. Januar 2017, 21:28 Uhr

Mel Gibson: Regie führen ist immer wieder eine Tortur

Mel Gibson hält das Regieführen für eine „Tortur“, die er trotzdem „liebe“. Zwar gewann der 61-jährige Schauspieler den ‚Oscar‘ als „Bester Regisseur“ für seinen Streifen ‚Braveheart‘, der auch 1996 bei den ‚Academy Awards‘ den Preis für das „Beste Szenenbild“ abräumte, doch trotzdem stellt er klar, dass er es nicht immer genossen hat, hinter der Kamera zu stehen.

Mel Gibson: Regie führen ist immer wider eine Tortur
Foto: Universum Film

Gibson, der nach zehn Jahren auf den Regiestuhl für das Weltkriegs-Drama ‚Hacksaw Ridge‘ zurückkehrte, sagte nun über seine Arbeit: „Ich liebe es. Es ist eine Tortur, aber ich liebe es. Dir werden tausend Fragen am Tag gestellt und du hast wirklich Angst. Man fühlt sich wie ein Verkehrspolizist. Aber du bekommst die Chance, mit unglaublichen Menschen zusammenzuarbeiten und kannst auf ein Sammelsurium von Meinungen zurückgreifen. Auf deine eigene und die der anderen.“

Sein aktueller Film, der von Robert Schenkkan und Andrew Knight geschrieben wurde, erzählt die Geschichte des amerikanischen Arztes Desmond T. Doss, der während des Kampfes von Okinawa dienen sollte und sich als Wehrdienstverweigerer lieber auf das Retten von Leben verwundeter Soldaten konzentrierte. Seine Entscheidung machte ihn zum ersten Wehrdienstverweigerer und brachte ihm die ‚Medal of Honor‘ ein.

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Obwohl es schon viele Kriegsfilme gibt, stellte sich Gibsons Arbeit nicht gerade als einfach heraus, wie er der Zeitung ‚Metro‘ erzählt: „Es war schwer. Wir sind da nicht zu frei rangegangen, aber ich finde, dass man die Abscheulichkeit und den Horror des Krieges anerkennen muss und es respektieren muss, wenn sich jemand dem entgegenstellt und sein Mut andere vorantreibt.“ ‚Hacksaw Ridge‘ wurde bereits im Vorhinein für sechs ‚Oscars‘ nominiert.