Samstag, 04. Februar 2017, 18:36 Uhr

Nee, oder? Gerard Depardieu singt - und wie!

Monique Andrée Serf (1930-1997) gehörte zu den großen französischen Sängerinnen und Komponistinnen in der Nachfolge Edith Piafs und feierte ab 1960 unter dem schlichten Namen „Barbara“ große Erfolge in Frankreich und darüber hinaus.

Nee, oder? Gerard Depardieu singt - und wie!
Foto: : Visual/WENN.com

So stammt etwa auch der Schlager „Göttingen” aus dem Jahre 1964 aus ihrer Feder, der in einer von ihr auf Deutsch gesungenen Fassung seinerzeit zu einem großen Hit wurde. Auch Chansons wie „Nantes“ und „La dame brune“ (mit Georges Moustaki) gingen um die Welt.

Bereits im Jahr 1986 stand der große französische Charakterdarsteller Gerard Depardieu mit Barbara gemeinsam auf der Bühne und performte mit der „Dame en noir“ (so der Spitzname der stets schwarz gekleideten Sängerin) im Musical „Lily Passion“.

Ein Ereignis, das heute legendär ist (zumal alle Aufnahmen davon verlorengegangen sind) und das Depardieu nie vergessen hat. Nun widmet sich der zur Fülle neigende Star unter der Regie des Pianisten, Arrangeurs und Dirigenten Gérard Daguerre dem eindrucksvollen Repertoire Barbara und veröffentlicht am 17. Februar ein Album mit 14 Interpretationen ihrer Songs.

Der Filmstar, der seine beeindruckende Schauspielerkariere in den späten sechziger Jahren behann, hat aus seiner Leidenschaft für die Diseuse und ihre Lieder nie ein Geheimnis gemacht und traf Gérard Daguerre, der bis zu Barbaras Tod im Jahre 1997 17 Jahre lang ihr musikalischer Begleiter war, in arbarass ehemaligem Haus in Précy-sur-Marne.

Nee, oder? Gerard Depardieu singt - und wie!
Foto: Bertrand Rindoff Petroff/Getty Images/Warner Music

Daguerre legte seine Energie zunächst in ein Instrumental-Projekt, „um sicherzustellen, dass der Weg, den Barbara bereitet hatte, sich fortsetzt und das Abenteuer weitergeht.“ Er spielte Depardieu einige Aufnahmen vor, der sofort entschied, dass er zwei der Songs singen wollte: Nantes und A Force de, das sein Sohn für die Sängerin geschrieben hatte.

Depardieu ist intensiv mit dem Repertoire der Sängerin und Komponistin vertraut, und so kam eines zum anderen: Am Ende interpretierte der Schauspieler alle 14 Kompositionen des Albums mit der typisch rauen Einfühlung des Charakterdarstellers in der magischen Umgebung des kleinen Theaters von Précy.

Nee, oder? Gerard Depardieu singt - und wie!
Foto: Warner Music

Für Barbara ist die Bühne stets ein heiliger Ort gewesen, und um dies zu würdigen, werden Depardieu und Gérard Daguerre von 9. bis zum 18, Februar mit dem Repertoire im Bouffe du Nord in Paris auftreten, um sich und die Songs dem Publikum zu präsentieren, das Barbara stets „den Liebhaber mit den tausend Armen nannte.

„Gerard Depardieu singt Barbara“ erscheint am 17. Februar.