Donnerstag, 09. Februar 2017, 18:03 Uhr

"Babylon Berlin": Großangelegtes Serienepos startet im Herbst

Auf einer Pressekonferenz im legendären „Clärchens Ballhaus“ in Berlin präsentierten X Filme Creative Pool, ARD, Sky und Beta Film gestern erstmals Ausschnitte aus ihrem gemeinsamen Serienprojekt ‚Babylon Berlin‘.

"Babylon Berlin": Großangelegtes Serienepos startet im Herbst
Foto: Frédéric Batier/X Film“ (S2). ARD

Die Serie wird ab 13. Oktober 2017 in der Prime Time um 20.15 Uhr auf Sky Atlantic zu sehen sein. Sky wird die Serie jeweils als Doppelfolge ausstrahlen. Eine Folge hat eine Länge von 45 Minuten. Im Ersten ist die Ausstrahlung erst Ende 2018 geplant.

Zu Beginn hatten Tom Tykwer, Henk Handloegten und Achim von Borries als Autoren und Regisseure eine Einführung in den Zusammenschnitt der insgesamt zwei Staffeln à acht Folgen gegeben und von den Dreharbeiten berichtet. Gedreht wurde von Mai bis Dezember 2016 in Berlin, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen.

"Babylon Berlin": Großangelegtes Serienepos startet im Herbst
Foto: Frédéric Batier/X Film“ (S2). ARD

Die Geschichte beruht auf dem ersten Krimi der Bestseller-Reihe von Volker Kutscher, „Der nasse Fisch“. Darin geht Kommissar Rath (Volker Bruch) im Berlin der späten 20er Jahre auf Verbrecherjagd. Der Leser lernt viel über das Lebensgefühl in den Jahren vor der Nazi-Zeit und über die damalige Polizeiarbeit. „Babylon Berlin“ gilt als eine der aufwendigsten deutschen Serien und wurde bereits in mehrere Länder verkauft. Es ist die erste solche Zusammenarbeit zwischen einem öffentlich-rechtlichen Sender und einem Abo-Sender.

Tom Tykwer sagrte über die intensiven Dreharbeiten: „Nach fast drei Jahren Drehbucharbeit ans Set zu kommen, war eine unglaubliche Freude. Wir hatten über 180 Drehtage, teilweise haben zwei oder sogar drei Units parallel gedreht. Im Nachhinein ist kaum vorstellbar, wie wir das alle zusammen geschafft haben. Ein großer Dank dafür an unser unglaubliches Team.“

"Babylon Berlin": Großangelegtes Serienepos startet im Herbst
Foto: Frédéric Batier/X Film“ (S2). ARD

Die Hauptrollen haben Volker Bruch als Gereon Rath („Unsere Mütter, unsere Väter“) sowie Liv Lisa Fries als Charlotte („Sie hat es verdient“) übernommen. Volker Bruch erinnerte sich begeistert an die Dreharbeiten im letzten Jahr: „Babylon Berlin war ein gnadenlos glanzvoller Ritt in einer großartigen Karosse! Fast 600 Menschen haben ein Jahr lang voller Leidenschaft und Liebe in diese Vision investiert. Das Projekt lässt mich nicht los und begleitet mich als erfüllende Erinnerung und atemberaubende Erfahrung. Noch nie habe ich mich in einer Produktion, künstlerisch wie menschlich so gut aufgehoben, beflügelt und beschenkt gefühlt (und war dabei so gut gekleidet).“

Liv Lisa Fries ergänzte: „2016 war ein Jahr Babylon Berlin mit großartigen Kollegen, inspirierenden Szenen, analogen Set-ups und drei wunderbaren Regisseuren. Der Dreh war inspirierend, fordernd, harmonisch und belebend. Ich habe viel getanzt, ich habe viel geredet, ich habe gelacht und geweint, ich war euphorisch, ich war Charlotte Ritter.“

"Babylon Berlin": Großangelegtes Serienepos startet im Herbst
Foto: Frédéric Batier/X Film“ (S2). ARD

Produzent Stefan Arndt betonte erneut die Einzigartigkeit der Zusammenarbeit: „Die deutsche Krimileidenschaft mit der spannendsten Zeit Deutschlands und Berlins zusammenzubringen ist eine tolle Herausforderung und unglaublich befriedigend. Dies mit extrem fachkundigen Partnern zu tun, sowohl unseren Kreativen, aber auch unseren Freunden von DEGETO, ARD, SKY und Beta, lässt uns hoffen, an die Tradition des deutschen Erzählfernsehens anzuknüpfen und dem Publikum vielleicht mal wieder einen deutschen Straßenfeger zu bieten, national wie international.“

Produzent Uwe Schott ergänzte: „Mit einem unglaublich engagierten über 400 Personen starken Team konnten wir das Berlin der 20er Jahre lebendig werden lassen. Unser Dank gilt den beteiligten Förderanstalten, dem Medienboard Berlin Brandenburg, der Film- und Medienstiftung NRW, dem German Motion Picture Fund und der MEDIA Förderung der Europäischen Union. Auch danken wir der Stadt Berlin für die großartige Unterstützung.“