Donnerstag, 09. Februar 2017, 9:41 Uhr

Benno Fürmann reist gerne allein um die Welt

Wenn Benno Fürmann anfängt zu sprechen, schmelzen die Frauen reihenweise dahin – aber der 43-Jährige ist nicht nur für seine samtige Stimme bekannt, die er als Synchronsprecher gekonnt in Szene zu setzen weiß.

Benno Fürmann reist gerne allein um die Welt
Foto: Brian Dowling/WENN.com

Jetzt erzählt der Berliner, warum er in letzter Zeit vor allem in politischen Rollen zu sehen ist und mit wem er heute am liebsten um die Welt reist. Derzeit kann man Fürmann im Kinothriller „Volt“ bewundern, einer Dystopie über die Flüchtlingssituation in Deutschland. Das Fundament für sein Interesse an politischen Themen legten Fürmanns Eltern schon in dessen Kindheit. Dazu erzählt er im interview mit ‚Cosmopolitan‘ „Sie zeigten mir, dass die Welt nicht vor der Haustüre aufhört, sondern anfängt. Jeder von uns hat eine Verantwortung für seinen Nächsten. Und es ist asozial, sich dieser zu entziehen. Das gilt auch für die Haltung, mit der man anderen begegnet.“

Fürmann hat einen ausgeprägten Gleichheitssinns. Deshalb kann er die aktuelle weltpolitische Lage nur schwer aushalten: „An dunklen Tagen ertrage ich es schwer, Nachrichten zu schauen, weil es deprimierend ist. Da muss ich mich dann manchmal selber schützen, da es mir so nahegeht.“ Wenn der 45-Jährige mal eine Auszeit von alldem braucht, reist er um die Welt – gern auch ohne Begleitung: „Ich war allein in Nepal, Indien, Ägypten, bin quer durch Amerika gereist, Ecuador, Argentinien, Kuba… Ich habe dieses Einsamer-Wolf-Ding sehr gefeiert. Mitunter auch, weil vielen meiner Freunde meine Art zu reisen, zu anstrengend ist. Ich steige am liebsten mit Zelt auf einen Berg, bin gern aktiv.“

Mittlerweile schätzt er es aber, diese besonderen Momente mit jemandem zu teilen: „In ein paar Wochen mache ich mit meiner Tochter eine Safari in Kenia. Darauf freue ich mich sehr. Sie ist jetzt 14 Jahre alt und in einem Alter, in dem sie das auch bewusst begreifen und festhalten kann.“