Donnerstag, 09. Februar 2017, 12:50 Uhr

Keanu Reeves: "Social Media macht mir keinen Spaß"

Ab 16. Februar ist Frauenschwarm Keanu Reeves im zweiten Teil der ‚John Wick‘-Reihe Reihe im Kino zu sehen. In einem brandneuen Interview spricht Reeves über seine neue Rolle, Individualisten in Zeiten von Trump und Social Media…

Keanu Reeves: "Social Media macht mir keinen Spaß"
Foto: Concorde

Auf die Frage, was ihn an der Rolle des „John Wick“ fasziniere, sagt Reeves im aktuellen Interview mit dem Männermagazin GQ: „Er ist ein Underdog. Alles richtet sich gegen ihn, aber er schlägt zurück. Vor ihm türmen sich Hindernisse auf, die riesig und unüberwindbar scheinen. Und trotzdem schafft er es da drüber. Das macht ihn groß.“

Die Haltung der Filmfigur John Wick ist radikal: Ohne Skrupel, ohne Selbstzweifel, ohne Rücksicht auf Verluste. Auf die Anspielung, dass diese Einstellung stark an den US-Präsidenten Donald Trump erinnert, sagt Reeves in dem Interview: „Es ist die Stunde der Einzelgänger, die erbittert gegen ein System kämpfen. Diese Leute machen sich ihre Regeln selbst. Ein Film wie ‚John Wick‘ kann dabei helfen, die Zeit, in der wir leben, besser zu verstehen. Wir hatten aber nicht die Absicht, eine politische Message zu senden.“

Mehr: Keanu Reeves will auch bei „John Wick 3“ dabei sein

Der bizarre US-Präsident sendet seine Botschaften gerne via Twitter. Und für die junge Generation sind Social Media der Weg sich der Welt mitzuteilen. Für Reeves spielen Facebook und Co. keine Rolle: „Von jungen Künstlern wird heute erwartet, dass sie viele Follower haben – das ist wichtig als Marketinginstrument. Ich bin nicht mit Social Media aufgewachsen. Mir macht das keinen Spaß.“

„Speed“ mit Sandra Bullock brachte Keanu Reeves 1994 nach jeder Menge Filme den endgültigen Durchbruch in Hollywood. Genießen kann er den Erfolg damals nicht: Reeves trauerte um seinen Freund River Phoenix, der 1993 an einer Mischung aus Heroin und Kokain verstarb. Als ihn 1999 der erste Teil der „Matrix“-Trilogie noch berühmter macht, erwarten er und seine Lebensgefährtin ein Kind – es stirbt einen Monat vor dem Entbindungstermin. Das Paar trennt sich, kurz darauf kommt seine Ex-Frau bei einem Autounfall ums Leben. Reeves zieht sich zurück. 2015 gelingt ihm das Film-Comeback mit der Rolle des „John Wick“.

Keanu Reeves: "Social Media macht mir keinen Spaß"
Foto: Concorde