Donnerstag, 09. Februar 2017, 22:01 Uhr

Wieder Neues von Eisbärchen Fritz

Der Tierpark Berlin scheut offenbar weder Kosten noch Mühen, damit es Nachwuchs Fritz gut hat. Noch im Februar beginnen die Umbauarbeiten zu einem tierkundgerechten Gehege.

Wieder Neues von Eisbärchen Fritz
Fritz, der kleine Eisbär in Berlin. Foto: Tierpark Berlin

Der kleine Eisbär Fritz bekommt ein tierkindgerechtes Gehege. Die Umbauten noch in diesem Monat sollen dem Jungtier mit seinen kurzen Beinchen erste Ausflüge nach draußen erleichtern. „Wo Felsen zu steil oder Stufen zu hoch sind, wird nachgebessert“, sagte der Eisbärenkurator Florian Sicks vom Berliner Tierpark am Donnerstag. Für Besucher soll Fritz voraussichtlich von Ende März an zu sehen sein. „Es kommt darauf an, wie gut er seiner Mutter dann schon folgen kann“, sagte die Tierpark-Sprecherin Christiane Reiss.

Der drei Monate alte Fritz mit den schwarzen Knopfaugen soll aber nicht allein ein niedliches Bärchen sein. Der Tierparkdirektor Andreas Knieriem will ihn zum Botschafter für bedrohte Artgenossen in freier Wildbahn machen. Diese Aufgabe hatte schon Fritz‘ berühmter Vorgänger Knut im Berliner Zoo. Er starb 2011.

Von kommender Woche an wird Fritz mit seiner Mutter Tonja allein im Eisbären-Gehege leben. Der Eisbär-Vater Wolodja zieht in den Zoo. Für die Arterhaltung soll er weiter in der Hauptstadt bleiben. Geplant ist, dass er zurück zu seiner Partnerin Tonja kommt, wenn Fritz in einigen Jahren seine Mutter – und wahrscheinlich auch Berlin – verlässt. „Sonst droht Inzucht“, sagte Sprecherin Reiss.

Fritz ist das erste Junge der Eisbären Tonja und Wolodja, die beide aus russischen Zoos stammen. Im Tierpark ist er der erste Eisbär-Nachwuchs seit 22 Jahren. (dpa)