Freitag, 10. Februar 2017, 13:14 Uhr

Auftakt "Germany's next Topmodel": Warum ist Heidi Klum so unmotiviert?

Gestern Abend lief die erste Folge der neuen Staffel von „Germany´s Next Topmodel“. Zum zwölften Mal sucht Heidi Klum (43) das schönste Mädchen Deutschlands. Und von Mal zu Mal scheint ihre Motivation zu schwinden.

Auftakt "Germany's next Topmodel": Warum ist Heidi Klum so unmotiviert?
Foto: © ProSieben/ Richard Huebner

Klar, schon zum Auftakt (2,53 Millionen sagen zu) deutete sich an, wer dieses Jahr mit Zickereien und einer eingebildeten Attitude polarisieren will, aber so richtig vom Hocker gehauen hat einen das Ganze trotzdem nicht. Die diesjährige Staffel begann damit, dass die beiden Juroren Michael Michalsky (49) und Thomas Hayo (48) beim offenen Casting jeweils 25 Mädchen für ihre Teams aussuchten. Die beiden kabbelten sich ein wenig und buhlten manchmal um die Gleiche. Aber von Mutti Heidi selber keine Spur. Der ehemalige „Victoria’s Secret“-Engel kam erst viel später, um dann aus den 50 Kandidatinnen, 28 rauszupicken, die mit nach Südfrankreich dürfen. Dieses Jahr geht es nämlich nicht nach Los Angeles, die Modelvilla ist in Marseille.

Bei der Entscheidung, wer mit darf und wer nicht, war Heidi eiskalt. Ohne besonders Gefühle zu zeigen, kickte sie ein Mädchen nach dem anderen raus. Zugegeben, das würde bei einem Modelcasting in der echten Welt wohl auch nicht anders laufen, aber für ein Reality-TV-Format war das schon ungewöhnlich hart.

Auftakt "Germany's next Topmodel": Warum ist Heidi Klum so unmotiviert?
Foto: © ProSieben/ Richard Huebner

Insgesamt wirkte Heidi die ganze Sendung über sehr unmotiviert. Wenigstens die anderen beiden Juroren schienen Spaß an der Sache zu haben. Gestern war Thomas Hayo z.B. sooooooo sympathisch! Dem Mann, der sonst immer cool bleibt, sah man an, wie sehr er mit seinen Girls litt. Scharfrichterin Heidi sortierte vor allem bei seinem Team gnadenlos aus.

28 junge Frauen dürfen die Reise jetzt mit antreten. Viele fallen in der Masse an Schönheiten gar nicht auf, andere schon. Die quirlige Asiatin Anh (25) traute sich mit Mickey-Mouse-Shirt und pinken Haaren Profil zu zeigen und auch Leticia (18) ist vom Look her, einfach mal etwas anderes.

Ansonsten sind es die üblichen Verdächtigen. Blonde Schönheitsköniginnen, süße Mauerblümchen, und natürlich eingebildete Zicken. Man kann sich da auf ProSieben verlassen, dass besonders die Pariser Studentin Carina (19) viel Kameraaufmerksamkeit bekommen wird. Bescheidenheit gehört nämlich nicht zu ihren Stärken. In Clip zu ihrer Person bei „Red“ sagte sie: „Es ist einfach so, wenn ich auf die Straße gehe, dann sind ´all eyes on me´“. Mit solchen Sätzen schießt man sich natürlich sofort in die Herzen der Zuschauer und Mitkandidatinnen.

Und auch das Trendthema 2016 wurde aufgegriffen: Transgender. Die schöne Giuliana (20) wurde als Junge geboren und ist jetzt eine Frau. Wie sensibel ihre Familie mit der Umwandlung umging, wurde kurz in einem Video gezeigt. Emotional war das so ziemlich das Highlight der Sendung.

Aber alles in Einem fehlte der Biss in der ersten Folge. Es ist jetzt die 12.Staffel und das Prinzip der Show fühlt sich irgendwie ausgelutscht an. Es gibt zwar die Regeländerung, dass die Jury jetzt zu jedem Zeitpunkt Mädchen kicken darf und nicht mehr nur mit dem berühmten Satz „Ich habe heute leider kein Foto für dich“, aber reicht das? Nächste Woche geht es weiter mit „Germany´s Next Topmodel“. Mal sehen, ob Heidi dann mehr Elan mitbringt und ob wenigstens der Zickenterror für Unterhaltung sorgt. (LK)