Freitag, 10. Februar 2017, 15:28 Uhr

Charts der Woche: Broilers an der Spitze

Vor einem Monat mussten sich die Krawallbrüder und Dropkick Murphys im Rennen um die Spitze der Offiziellen Deutschen Charts, ermittelt von GfK Entertainment, noch knapp geschlagen geben.

Charts der Woche: Broilers an der Spitze
Foto: Bernd Ullrich/WENN.com

Nun ist der Weg für ein Nummer-eins-Punkalbum frei: Die Broilers kapern mit „(sic!)“ die Hitliste und wiederholen den Erfolg ihres Vorgängers „Noir“. Ab März geht die Düsseldorfer Band, die bereits seit 1992 besteht, wieder auf Deutschland-Tour.

Während Vorwochensieger Kreator („Gods Of Violence“) an sechster Stelle die Metal-Fahne hochhalten, sind es wieder einmal Deutschrapper, die mehrere Positionen gleichzeitig erstürmen. Hauptstadt-Export Capital Bra bekommt auf Platz zwei einen „Makarov Komplex“; der ebenfalls in Berlin ansässige B-Tight erkundigt sich dahinter: „Wer hat das Gras weggeraucht?“.

Staub, Donner und beeindruckende Aufnahmen aus dem südafrikanischen Pretoria haben Mumford & Sons im Gepäck. Ihr Konzertfilm „Live From South Africa: Dust And Thunder“ entstand kurz nach der Aufnahme ihrer „Johannesburg“-EP (2006) und mischt auf Position acht mit.

In den Offiziellen Deutschen Single-Charts besetzt Ed Sheeran mit „Shape Of You“ wie gehabt die Spitze. „Castle On The Hill“ rutscht auf Rang drei und macht Platz für Zayn & Taylor Swift, die „I Don’t Wanna Live Forever“, der Titel-Song aus „Fifty Shades of Grey 2 – Gefährliche Liebe“, auf der Zwei präsentieren.

Noch bevor Depeche Mode ihre neue Platte auf den Markt bringen, rufen sie zum Protest auf: „Where’s The Revolution“ auf Rang 29 ist als direkte Antwort auf die politischen Ereignisse der vergangenen Monate gedacht. Die treibende EDM-Nummer „Tuesday“ von Burak Yeter feat. Danelle Sandoval erobert die 55.

Die Offiziellen Deutschen Charts werden von GfK Entertainment im Auftrag des Bundesverbandes Musikindustrie e.V. ermittelt. Sie decken 90 Prozent aller Musikverkäufe ab und sind das zentrale Erfolgsbarometer für Industrie, Medien und Musikfans. Basis der Hitlisten sind die Verkaufs- bzw. Nutzungsdaten von 2.800 Einzelhändlern sämtlicher Absatzwege. Dazu zählen der stationäre Handel, E-Commerce-Anbieter, Download-Portale und Musik-Streaming-Plattformen.