Dienstag, 14. Februar 2017, 21:10 Uhr

Kanye West sorgt für Ärger bei der New York Fashion Week

Kanye West wird von der Mode boykottiert. Jedenfalls in gewisser Weise… Nachdem bekannt wurde, dass der Musiker seine Show während der ‚New York Fashion Week‘ abhalten würde, verärgerte das einige Menschen aus der Modebranche.

Kanye West sorgt für Ärger bei der New York Fashion Week
Foto: WENN.com

Der Star legte den Termin fest, ohne die Verantwortlichen des ‚Council of Fashion Designers of America‘ (‚CFDA‘) in seine Pläne einzuweihen. Damit machte der Rapper für die Branchen-Köpfe wohl klar, dass Mode für ihn keine allzu wichtige Rolle spielt. „Ich kann keine Firma unterstützen, die sich nicht ausreichend um ihre Models kümmert und rassistisch gefärbte Sprache verwendet,“ erklärte Rachael Wang, Modechefin von ‚Allure‘. Damit spielte sie auf Wests Castingaufruf an, der sich nur an „gemischtrassige Frauen“ wandte.

Bei einer Fashion-Show des Stars im September waren zudem die Models aufgrund der Hitze reihenweise in Ohnmacht gefallen. Booth Moore, die Senior-Redakteurin der Modeabteilung von ‚The Hollywood Reporter‘, fragte sogar: „Ist er der Trump der Modewelt?“ Sie fügte hinzu, dass man einen „Neuigkeitenmacher nicht ignorieren könne“, auch wenn man das gerne wolle.

Katharine Zarrella, die Chefredakteurin von ‚Fashion Unfiltered‘, meinte: „Wenn Kanye wirklich Mode liebt, sollte er junge Talente innerhalb der Industrie unterstützen. Nicht die Aufmerksamkeit von ihnen weglenken.“ Die Modeexpertin kritisierte West für seine Wahl, sein Konzert gleichzeitig mit der Eröffnung der Show der angesehenen New Yorker Modeschule ‚Parsons‘ zu legen. Dies hatte nämlich zur Folge, dass einige der Studenten sich für Wests Konzert entschieden. Falls der Star weiterhin auf seinen Termin besteht, wird er zur selben Zeit wie das angesehene US-Label ‚Marchesa‘ auftreten, die ihren Zeitabschnitt von ‚CFDA‘ vorgegeben bekommen haben. Moore verteidigte den Musiker gegenüber ‚The Cut‘ jedoch ein wenig: „Ich entschuldige Kanye nicht, aber ihn zu behandeln, als wäre er der erste Designer, der sich schlecht verhält, ist absurd.“