Dienstag, 14. Februar 2017, 23:14 Uhr

Was macht Catherine Deneuve in Berlin?

Als Schauspieler/in kann man in die verschiedensten Rollen schlüpfen. Auch Catherine Deneuve probiert immer wieder gerne Neues aus.

Die 73-jährige Grande Dame des französischen Kinos, hat großen Spaß an ihrer jüngsten Rolle als bunte, laute und egoistische Lebedame gehabt. „Diese Frau lebt von einem Tag auf den anderen, sie lässt sich treiben“, sagte die Schauspielerin am Dienstag auf der Berlinale bei der Vorstellung des Films „Ein Kuss von Béatrice“ („Sage femme“). „Ich spiele solche Rollen gern, auch wenn ich natürlich ganz anders bin.“

In dem komödiantischen Drama lässt Regisseur Martin Provost diese Béatrice auf die ruhige und zielstrebige Hebamme Claire treffen, die Tochter ihres verstorbenen Geliebten. Sie habe ihre Filmpartnerin Catherine Frot (60) bis dahin nur vom Theater gekannt, berichtete Deneuve. „Im Film müssen sich die beiden Frauen erst gegenseitig entdecken und eine Beziehung aufbauen, und natürlich entwickelt sich so etwas auch während des Drehs.“

Regisseur Provost („Séraphine“) war ebenfalls angetan von der Chemie zwischen seinen Stars. „Meine beiden Catherines waren tatsächlich in der Realität. Sie haben sich ganz und gar in ihre Figuren hineingegeben. Und das ist das, was ich will.“

Catherine Frot hat dabei von ihrer Hebammen-Rolle auch fachlich profitiert. Sie habe während des Drehs insgesamt fünf Geburten miterlebt, berichtete sie den internationalen Journalisten. „Wenn jetzt hier einer ein Kind bekäme – da könnte ich schon was machen.“ Der Film läuft im Wettbewerb außer Konkurrenz. (dpa/KT)