Donnerstag, 16. Februar 2017, 15:42 Uhr

Boy George: "Ich habe mich selber in den Knast gebracht"

Boy George lässt seinen fatalen Drogen-Absturz nach acht Jahren Revue passieren. Der ‚Culture Club‘-Sänger wurde zu 15 Monaten Gefängnis verurteilt, nachdem er im Jahre 2009 den Callboy Audun Carlsen an eine Wand gekettet und ihn mit einer Metallkette ausgepeitscht hatte.

Boy George: "Ich habe mich selber in den Knast gebracht"
Foto: Mario Mitsis/WENN.com

Allerdings wurde er bereits im Mai 2009 nach vier Monaten vorzeitig aus der Haft entlassen. Heute schäme sich der Sänger zwar für den Vorfall vor acht Jahren, macht jedoch noch immer Drogen für den Ausraster verantwortlich. In der britischen Talkshow ‚Piers Morgan’s Life Stories‘, die am Freitag (17. Februar) ausgestrahlt wird, sagte George: „Was die Leute nicht wissen, ist, dass ich selbst dafür gesorgt habe, dass ich in den Knast komme. Ich bin zur Polizei gegangen und habe ihnen erzählt, was ich getan habe. Rückblickend ist es eindeutig, dass ich eine Psychose hatte. Ich war drogenabhängig, aber habe die Wahrheit gesagt.“

Trotzdem hat der 55-jährige Brite immer wieder bestritten, den Mann geschlagen zu haben, auch wenn der es geschafft hat, sich aus den Fesseln zu lösen und auf die Straße zu rennen, um Hilfe zu holen.

So glaube der Sänger, dass es auch keinen Unterschied machen würde, sich jemals bei ihm zu entschuldigen: „Es würde ja nichts ändern. Ich empfand es immer als würdevoller, lieber nicht darüber zu sprechen. Es war ja nur wegen der Drogen. Es wäre ja niemals ohne Drogen passiert. Es liegt in meiner Natur, mein Herz auszuschütten und keine Lügen zu verbreiten. Aber manchmal ging es deswegen nicht gut für mich aus.“ Im ‚Pentonville Prison‘ hatte George, der im Gefängnis seinen bürgerlichen Namen George O’Dowd nutze, mit homophoben Angriffen zu kämpfen: „Es gab einige Auseinandersetzungen mit anderen Häftlingen, aber das hat mich nicht gewundert. Ich hatte keine Angst. Und ich habe auch Freundschaften während meiner Arbeit in der Küche geschlossen.“