Donnerstag, 16. Februar 2017, 8:57 Uhr

Der letzte Schrei: Shisha und E-Zigarette - neue Lifestyleprodukte ?

Das Rauchen hat sich in den letzten Jahren massiv verändert. Shishas und E-Zigaretten liegen jetzt voll im Trend. Raucher werden komisch angeguckt. Der Shisha-Kult – worum geht es da überhaupt?

Foto: Patrick Hoffmann
Foto: Patrick Hoffmann

Der Genuss von Wasserpfeifen hat sich in den letzten Jahren massiv weiterentwickelt. Die Shisha, eigentlich eine Rauch-Version aus den arabischen Ländern, bedeutet keine Aufnahme von Nikotin, sondern von aromatisiertem Wasserdampf. So unterscheidet sich die Shisha nicht nur inhaltlich von der Zigarette, sondern auch vom Aufbau her:

– Wassergefäß – Die Bowl wird mit Wasser befüllt. Je nach Größe des Behältnisses ändert sich das Verhalten der Shisha.
– Rauchsäule – Die luftdicht mit der Bowl verbundene Säule wird direkt in das Wasser eingesetzt.
– Schlauch – Mit einem Mundstück und Anschluss versehen, wird der Dampf durch den Schlauch aufgenommen.
– Kopf – Hier wird die Kohle, der Tabak oder eine andere Aufnahmemischung aufbewahrt.

Der Clou ist, dass beim Rauchen einer Wasserpfeife kein Rauch aufgenommen wird, sondern nur der Dampf des erhitzten Tabaks. Der Dampf wird durch das Wasser in der Schale geführt und erst jetzt über den Schlauch aufgenommen. Wer nicht unbedingt den Kult einer Wasserpfeife pflegen will oder wenig Lust hat, die ganze Apparatur aufzubauen und später zu reinigen, kann längst auf die elektrische Variante der Shisha zurückgreifen. Diese ist natürlich ungemein praktisch, immerhin gleicht sie einer E-Zigarette und kann überall mit hingenommen und genutzt werden. Auch bei der E-Shisha wird eine Flüssigkeit verdampft und einzig der Dampf aufgenommen. Die E-Shishas sind, im Gegensatz zu vielen E-Zigaretten, Einmalprodukte. Händler wie Smokestars haben in diesem Bereich eine große Auswahl, wobei es auch Ideen für interessante Geschenke gibt.

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Die E-Zigarette – die gesunde Alternative?
Wer weniger mit Shishas anzufangen weiß oder die Nachteile des üblichen Rauchens von Tabakzigaretten vermeiden will, greift heute gerne zu einer E-Zigarette. In der Tat hat sie etliche Vorteile gegenüber Tabakprodukten und ist längst zu einem Lifestyleprodukt geworden. Viele Umsteiger wissen vor allem den preislichen Vorteil zu schätzen. Denn wer sich eine E-Zigarette angeschafft hat, benötigt nur noch regelmäßig Liquid und Verdampfer, um dauerhaft zu dampfen. Und auch abseits des Kostenvergleichs weiß die elektrische Rauchvariante zu punkten:

– Kein Rauch – beim Genuss von E-Zigaretten wird eine Flüssigkeit erhitzt und verdampft. Einzig der Dampf wird eingeatmet. Wird der Schalter der E-Zigarette nicht bedient und somit der Verdampfer betätigt, ruht die E-Zigarette. Es entsteht also keinerlei ungenutzter Dampf.
– Weniger Geruch – egal welche Variante der Liquids genutzt wird, es stinkt schlichtweg weniger. Es entsteht kein Rauch und somit keine Rauchschwaden, die gerade in geschlossenen Räumen noch Stunden nach dem Rauchen riechbar sind. Beim Dampfen bleibt nur ein leichter Geruch des Liquids übrig, der kaum wahrzunehmen ist.
– Mehr Auswahl – die zu verdampfende Flüssigkeit gibt es in den unterschiedlichsten Varianten. Getränke, Süßigkeiten, Früchte, ungewöhnliche Aromen oder auch nachempfundene Tabakaromen bestimmen die Geschmackspalette. Dampfer können daher immer wieder einen neuen Geschmack ausprobieren oder auch Liquids untereinander mischen.
– Nikotin nicht zwingend – das ist ein großer Vorteil, den sogar Nichtraucher zu schätzen wissen. Die Liquids gibt es nämlich nicht nur in verschiedenen Nikotinstärken, sondern auch völlig ohne den Zusatz von Nikotin. Viele leidenschaftliche Dampfer variieren die Nikotinstärke regelmäßig und greifen oftmals auf nikotinfreie Flüssigkeiten zurück.

Und die Schattenseite?
Letztendlich gilt, dass der gesündeste Weg ist, weder zu rauchen noch zu dampfen. Dennoch sind die elektronischen Varianten stets die bessere Wahl, wenn es ums Rauchen geht. Ein wenig problematisch kann sich das Dampfen jedoch auf Nichtraucher auswirken. Denn wer bislang keinerlei Hang zu Tabakzigaretten oder Shishas verspürte, mag sich durch die Geschmacksvielfalt der elektrischen Varianten verleitet fühlen. Zumal dampfen viele E-Zigarettennutzer wesentlich mehr, als sie früher geraucht haben. Da die Schadstoffe jedoch geringer sind und der Nikotingehalt auf null gesetzt werden kann, ist dieser Nachteil zu vernachlässigen.
Viele Liebhaber von Shishas und E-Zigaretten entwickeln aus ihrer neuen Leidenschaft ein wahres Hobby – was wiederum ins Geld gehen kann. Wer sich für die technischen Seiten interessiert, wickelt den Verdampfer der E-Zigarette schnell selber oder stellt sich Liquids eigenständig zusammen. Menschen, die ein ausgefallenes Hobby ohnehin als Problem ansehen, mögen diesen Fakt durchaus als Schattenseite betrachten. (KTAD)