Montag, 20. Februar 2017, 12:18 Uhr

Drake wettert: "Ich mache keinen Hip Hop, sondern Popmusik"

Drake war einer der erfolgreichsten Künstler des letzten Jahres. Sein Hit „Hotline Bling“ gewann bei den Grammys vor einer Woche zwei Trophäen. Der Musiker machte sich aber nicht die Mühe, seine Europatour für die Award-Show zu unterbrechen und blieb der Show fern. Jetzt sagte er sogar, dass er die Preise gar nicht wollte.

Drake wettert: "Ich mache keinen Hip Hop, sondern Popmusik"
Foto: Ian Bines/WENN

Für die meisten Musik-Künstler ist der Grammy ja die größte Bestätigung überhaupt, die sie für ihr Schaffen bekommen können. Drake hingegen könnte die Auszeichnung aber nicht egaler sein. In der Radioshow seines eigenen Musiklabels “OVO“ sprach er über eine Stunde mit DJ Semtex über Gott und die Welt und eben auch über den Grammy. „Ich habe letzte Abend zwei Awards gewonnen. Aber ich will die nicht haben. Es ist irgendwie seltsam und fühlt sich nicht richtig an.“

Findet Drake etwa, dass er die Auszeichnung nicht verdient hat, oder jemand anderes besser war? Nein, es geht ihm darum, dass er nicht versteht, warum er überhaupt in der Kategorie „Rap“ nominiert war. Denn für ihn ist „Hotline Bling“ kein Hip Hop, sondern Pop. „Ich werde als schwarzer Künstler bezeichnet. Ich bin ein schwarzer Künstler… Ich bin anscheinend ein Rapper, obwohl ,Hotline Bling‘ kein Rap Song ist. Die einzige Kategorie, in die ich für den Grammy reinpasse, scheint Rap zu sein. Vielleicht ist es, weil ich in der Vergangenheit gerappt habe oder, weil ich schwarz bin. Ich weiß nicht, warum. Ich mache aber absichtlich Pop-Musik. Ich liebe Pop-Musik und meine Inspirationen sich Künstler wie Michael Jackson.“

Drake wettert außerdem auch gegen Kanye West und Meek Mill. Im letzten Jahr teilte Kanye auf seiner ‚Saint Pablo‘-Tour gegen Drake und DJ Khaled aus und behauptete, dass ihre Musik viel zu oft im Radio zu hören sei – Kommentare, die Drake stutzig machten, wie er selbst sagte.

In dem Radio-Interview mit DJ Semtex erklärte er: „Ich glaube, jeder hat seine kleinen Sachen, ich weiß die Hälfte der Zeit nicht, was er eigentlich sagen will, denn ich arbeitete an einem Projekt mit ihm, während er sich gleichzeitig öffentlich beschwerte, dass ich und DJ Khaled zu oft im Radio seien. Aber ja, ich weiß nicht, jeder hat halt so sein Ding am Laufen. Wenn ich so etwas höre, distanziere ich mich einfach.“

Der Musiker sprach außerdem über Meek Mills Behauptungen, er habe einen Ghostwriter benutzt. Drake sagte dazu: „Mein Kopf raste eine Meile pro Minute. Ich wusste nicht, wer an einem Diss-Track arbeitete oder was er überhaupt hatte. Ich glaube, das wurde drei Monate vorbereitet. Als ich ‚Charged Up‘ veröffentlichte, einfach um zu sehen, wie die Vorbereitungen liefen, sah ich ‚Oh, wow, du bist noch nicht soweit‘.“ (LK/Bang)