Samstag, 25. Februar 2017, 18:17 Uhr

Jodie Foster & Co.: Hollywood macht mobil gegen Donald Trump

Jodie Foster & Co. macht mobil gegen die egozentrische Politik des US-Despoten Donald Trump, der offenbar heimlich still und leise gegen die etablierte Demokratie und Weltoffenheit in den USA putscht.

Jodie Foster & Co.: Hollywood macht mobil gegen Donald Trump
Foto: Michael Wright/WENN.com

Statt einer ihrer traditionellen Oscar-Partys zu veranstalten, rief die Schauspieler-Agentur United Talent Agency, einer der größten Agenturen weltweit, zu einer Demo unter dem Titel er Aktion „United Voices“ auf, auf der neben Star wie Michael J. Fox auch die Schauspielerin sprach. „Ich bin nicht jemand, der sich dabei wohl fühlt, sein Gesicht für politische Zwecke einzusetzen. Aber jetzt ist alles anders und es ist Zeit, sich zu zeigen! Es ist einzigartige Zeit in der Geschichte. Es ist Zeit zu engagieren“, rief sie laut ‚contactmusic‘ bei der Veranstaltung am UTA-Headquarter unter dem Jubel der über 1500 Protestierenden. „Wir wissen, dass der erste Angriff auf Demokratie immer ein Angriff auf die freie Meinungsäußerung und bürgerliche Freiheiten und diesen unerbittlichen Krieg gegen die Wahrheit ist. Leider ist das nur allzu zu vertraut, denn Geschichte wiederholt sich. Es ist Zeit aufzustehen und Antworten einzufordern.“, so Foster in ihrem flammenden Plädoyer.

Der von US-Präsident Donald Trump verhängte Einreisestopp für Menschen aus bestimmten Ländern war für die Agentur Anlass, ihre traditionelle Oscar-Party abzusagen und das Party-Budget für Flüchtlings- und Bürgerrechtsorganisationen zu spenden.

Die Kundgebung war nicht die einzige Protestaktion: Die deutsche Oscar-Anwärterin Maren Ade (40) veröffentlichte mit den anderen für den Auslands-Oscar nominierten Regisseuren ein Statement für Weltoffenheit. Die Filmemacher verurteilen darin „das Klima von Fanatismus und Nationalismus, das wir heute in den USA und in so vielen anderen Ländern sehen, in Teilen der Bevölkerung, und, was am bedauerlichsten ist, unter führenden Politikern“.

„Selten stand die Oscar-Saison so im Zeichen des politischen Zanks“, so das Resümee ‚Der Spiegel’. Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences, die die Oscars verleihe, ermuntere die Sieger erstmals, „auf der Bühne politisch Stellung zu nehmen“, so das Blatt weiter. „Der Protest ist beispielhaft für die derzeitige Stimmung in Hollywood. Bis heute herrscht in der eher linksliberalen US-Filmfabrik Entsetzen darüber, dass Trump im November die Wahl gewann.“ Es wird spannend am Sonntagabend.(PV/dpa)