Samstag, 04. März 2017, 19:46 Uhr

Eva Padberg über das neue Album von "Dapayk & Padberg"

Das deutsche Topmodel Eva Padberg (37) ist nicht nur wunderschön, sie kann auch noch singen. Zusammen mit ihrem Lebensgefährten Niklas Worgt (39) macht sie unter dem Bandnamen „Dapayk & Padberg“ elektronische Musik. Gerade erschien ihr fünftes Studioalbum „Harbour“.

Eva Padberg über das neue Album von "Dapayk & Padberg"
Foto: klatsch-tratsch.de/Hoffmann

Laura von klatsch-tratsch.de haben das sympathische Paar (mit ihren zwei Hunden) in Berlin getroffen und über Musik, die Zeit im Studio und natürlich „Germany´s Next Topmodel“ gesprochen.

Wann habt ihr angefangen, gemeinsam Musik zu machen?
Eva: Wir haben ungefähr 2003 angefangen, miteinander Musik zu machen. Niklas macht Musik, seitdem er 15 ist, also eigentlich, seitdem ich ihn kenne. Er hatte immer Bedarf an weiblichen Gesangsstimmen und ich bin als seine Freundin immer wieder eingesprungen. Nach der ersten Single haben wir gemerkt, dass das ein separates Projekt werden könnte, an dem man weiter arbeitet. Jetzt haben wir nach 12 Jahren unser fünftes Album fertig.

Und ihr seid auch privat ein Paar?
Eva: Genau, wir sind verheiratet und seit 21 Jahren zusammen. Wir haben uns in der Schule kennengelernt. Ich erzähl das immer gerne, damit die Leute sehen, dass es auch so etwas noch gibt.

Schön. Und passiert eure Arbeit an der Musik eher spontan oder wie macht ihr das?
Eva: Nein, wir planen das und machen für die Musik Zeitfenster frei. Wir sind relativ strukturiert. Niklas zum Glück mehr als ich. Wir wollen ja auch nicht ewig an einem Album sitzen.

Wie lange habt ihr für dieses Album gebraucht?
Niklas: 1,5 Jahre in etwa. Aber eigentlich machen wir Musik bewusst im Urlaub. Wir mieten dafür ein Haus in der Provence, damit wir wirklich aus dem Alltag raus sind und nicht die ganze Zeit das Handy in der Hand haben. Wir halten uns die Tage frei und sitzen abends zusammen bei einer guten Flasche Rotwein und sammeln Ideen. Wir probieren musikalisch rum. Klar, in Berlin bauen wir die Songs weiter aus, aber die Grundideen und Melodien entstehen im Urlaub.

Und was macht dieses Album für euch besonders?
Niklas: Wir haben ja eigentlich mit Clubmusik angefangen. Wir sind damals mit Mitte 20 nach Berlin gezogen und alles war neu und aufregend für uns. Es war auch gerade der große Aufbruch in der Technoszene. Wir haben mit Dancefloor-Tracks angefangen und uns musikalisch mit jedem Album weiterentwickelt. Dieses Album ist jetzt am weitesten weg von der Tanzfläche und am nächsten an unseren eigenen Hörgewohnheiten. Mit Ende 30 hört man halt zu Hause auch keine Technotracks, sondern eher etwas Entspannteres. Unsere Musik war früher auch eher düster und kühl. Dieses Album ist am positivsten von allen.

Eva: Die alten Alben waren klaustrophobisch. Bei diesen entstehen klanglich zum ersten Mal große Räume, die eine Geborgenheit vermittelt. Wir sind froh, dass wir dahin gekommen sind.

Eva Padberg über das neue Album von "Dapayk & Padberg"
Foto: klatsch-tratsch.de/Hoffmann

Und wer schreibt die Texte, wer macht die Musik?
Eva: Das ist bei uns klar aufgeteilt. Niklas ist der Produzent und ich schreibe die Texte. Er macht alles, was man so technisch im Studio macht. Ich kann das nicht und habe auch ehrlich gesagt, keine Motivation mich da reinzudenken. Mir ist das zu technisch. Ich bin eher für den emotionalen Part zuständig. Tracks bauen sieht für mich total nach Arbeit aus.

Niklas, wie hast du angefangen Beats „zu bauen“?
Niklas: Tatsächlich über meine Großeltern. Die haben mir damals einen Computer geschenkt und meinten, das ist die Zukunft. Ich war da noch eher anti-technisch eingestellt und wollte den gar nicht. Ich hab relativ schnell festgestellt, dass Computer-Spiele mir einfach zu langweilig waren und habe die Musikprogramme für mich entdeckt. Es war schön, etwas zu haben, das du anderen zeigen konntest. Meine ersten Sachen waren natürlich schrecklich. Die waren nicht cool, keine Millisekunde, aber ich habe Geld gespart um mir bessere Geräte zu kaufen. Das ist so eine Sucht, wenn man einmal angefangen hat. Ich finde Beatsbauen bis heute unglaublich spannend.

Wer waren eure musikalischen Vorbilder bei diesem Album?
Eva: Wir hören sehr viel britische Musik. Unsere Vorbilder sind Lamb, Jamie XX oder auch FKA Twigs. Die Briten trauen sich musikalisch einfach mehr. Das ist alles ein bisschen abwechslungsreicher, smarter und komplizierter. Bei deutscher Musik habe ich oft das Gefühl, dass es ein Einheitsbrei ist. Es fehlt der Mut weird zu sein. Es fehlen die Ecken und Kanten.

Ihr geht ja mit dem neuen Album auf Tour. Auf was freut ihr euch besonders?
Niklas: Auf unser kleines Festival in Thüringen. Wir sind ja beide von dort vom Land. Wir machen in Evas Heimatdorf jedes Jahr ein kleines Open-Air. Das heißt „I Love Vinyl“ und ist immer am ersten Juni-Wochenende für 24 Stunden. Von Samstagabend bis Sonntagabend. Das ist ein kleiner Event für Rave-Eltern mit ihren Kids. Da freue ich mich drauf. Das ist mein Highlight.

Eva Padberg über das neue Album von "Dapayk & Padberg"

Geht ihr selber eigentlich noch im Klub feiern?
Niklas: Nein, nicht wirklich. Ich bin zum Auflegen sowieso schon ein- oder zweimal die Woche im Club. Wir versuchen immer, dass Eva mitkommt. Wir gehen meistens früher hin, weil ich nach dem Set einfach fertig bin. Wir feiern davor ein bisschen, trinken ein Bierchen und nach dem Set geht es nach Hause.

Eva, schaust du eigentlich „Germany´s Next Topmodel“?
Eva: Nicht mehr. Dabei habe ich es früher echt gerne mit meinen Freundinnen geschaut. Wir haben vor Kurzem kurzfristig reingeschaltet, aber inzwischen finde ich es langweilig. Es ist immer das Gleiche. Aber es ist interessant zu sehen, wie die Mädchen da jetzt rangehen. Die wissen, wie das Format funktioniert und nutzen das auch glaube ich, sehr bewusst aus.

Eva Padberg über das neue Album von "Dapayk & Padberg"
Foto: klatsch-tratsch.de/Hoffmann

Dapayk & Padberg Tourdates

Im März auf Asientour
28.04. Mannheim – Loft
30.04. Hannover – Weidendamm
06.05. Rostock – Helgas Stadtpalast,
20.05. Istanbul – Indigo