Samstag, 04. März 2017, 10:03 Uhr

"Tatort"-Star Sabine Postel teilt in Talkshow aus

Bei ihrem ersten TV-Auftritt nach der Ankündigung, den Bremer „Tatort“ zu verlassen, äußerte sich „Tatort“-Kommissarin Sabine Postel in der Radio Bremen-Talkshow „3nach9“am Freitagabend ablehnend gegenüber der Idee, einen „Tatort“ mit Laiendarstellern zu drehen.

"Tatort"-Star Sabine Postel teilt in Talkshow aus
Foto: Radio Bremen/ Frank Pusch

Auf die Frage von Gastgeber Giovanni di Lorenzo, wie sie dieses Prinzip, dass der letzte Tatort „Babbeldasch“ demonstrierte, beurteile, antwortete sie am Freitagabend: „Ich finde, das ist ein Schlag ins Gesicht unserer ganzen Gattung und zwar für alle Leute, die da mitarbeiten. Sei es für Kamera, sei es für Maske, sei es für alles.“ Grundsätzlich hätten Experimente mit Laiendarstellern durchaus ihre Berechtigung – „aber nicht auf diesem Niveau“, so die Schauspielerin. „Ich find’s furchtbar. Ich finde wirklich, das darf man nicht machen.“

Postel machte ihrer Empörung mit deutlichen Worten Luft und skizzierte „eine schlechte Geschichte mit einer nicht vorhandenen Dramaturgie, wobei man passionierte Laien zwingt, Sätze abzusondern, die auch nicht pulitzerpreisverdächtig sind.“ Und sie fügte hinzu: „Dann die Wackelkamera auch noch als Kunst zu verkaufen – Entschuldigung, also wirklich!“

Sabine Postel und ihr Kollege Oliver Mommsen hatten bei „3nach9“ den ersten Fernsehauftritt nach ihrer in der vergangenen Woche erfolgten Ankündigung, 2019 als Bremer „Tatort“-Kommissare zurückzutreten. Am Sonntag, den 12. März feiert Sabine Postel ihr 20-jähriges Dienstjubiläum als Kommissarin Inga Lürsen. Dann zeigt Das Erste um 20:15 Uhr die „Tatort“-Folge „Nachtsicht“.

"Tatort"-Star Sabine Postel teilt in Talkshow aus
Foto: Radio Bremen/Michael Ihle