Dienstag, 07. März 2017, 9:39 Uhr

Berliner Eisbärchen Fritz ist tot

Der kleine Fritz ist tot. Am Montagabend erlag der Eisbär seiner Leberentzündung. In der Tierklinik des Tierparks überwachten Tierarzt Dr. Andreas Pauly und Tierpflegerin Jeane Falkenberg den erkrankten Eisbären. Gegen 19.30 Uhr wurde sein Atem unregelmäßig.

Berliner Eisbärchen Fritz ist tot
Foto: Tierpark Berlin

Fritz bekam daraufhin eine Atemstimulanz. Auch eine Herzdruckmassage und Sauerstoff halfen nicht, sodass der kleine Eisbär gegen 20 Uhr verstarb. Heute gegen 9 Uhr wurde Fritz im Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung obduziert. „Wir sind fassungslos, sehr traurig und deprimiert. Es ist unglaublich, wie schnell uns dieser kleine Eisbär ans Herz gewachsen ist“, sagt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem.

Hintergrund-Informationen und mögliche erste Obduktionsergebnisse gibt es bei einer Pressekonferenz heute Mittag.
Im Tierpark Berlin hat Tonja am  3. November 2016 zum ersten Mal Eisbärnachwuchs zur Welt gebracht. Nach 22 Jahren gab es erstmals wieder ein EisbärenJungtier im Tierpark Berlin. Eltern des Eisbären Fritz sind die siebenjährige Tonja und der fünfjährige Wolodja, der derzeit im Zoo Berlin zu sehen ist.

Gestern gegen 8 Uhr fanden die Eisbären-Pfleger den vier Monate alten Eisbärennachwuchs apathisch im Stall bei Mutter Tonja. Sofort berieten die Tierärzte, Kuratoren und Pfleger, die Eisbär-Mutter vom Jungtier zu trennen, um Fritz näher zu untersuchen.

Im benachbarten Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) wurde Fritz gestern über Stunden aufwendig untersucht. Ultraschall, CT und Röntgenuntersuchungen ergaben vorerst keinen eindeutigen Befund. Die bakteriellen Stuhluntersuchungsergebnisse stehen noch aus. Die Blutwerte zeigen besorgniserregende Leberwerte. Dagegen wurde Fritz mit einem speziellen Antibiotikum und Schmerzmitteln behandelt

Berliner Eisbärchen Fritz ist tot
Foto: Tierpark Berlin