Freitag, 10. März 2017, 21:04 Uhr

Hier, bitteschön, ist die "100-Euro-Wohnung"!

Wohnraum ist in Großstädten bekanntlich immer irgendwie knapp – und für viele Leute so gut wie unerschwinglich. Die Tinyhouse University hat sich nun Gedanken über alternatives Wohnen gemacht und geht jetzt mit ihren Vorschlägen an die Öffentlichkeit.

Hier, bitteschön, ist die "100-Euro-Wohnung"!
Das Häuschen von außen. Foto: Paul Zinken

Wohnen in der Großstadt für 100 Euro? In einem Museumsgarten in Berlin sollen jedenfalls in den nächsten zwölf Monaten bis zu 20 unterschiedliche „Tiny Houses“ (Winzighäuser) entwickelt werden, die ein neues und gerechteres Wohnen in der Stadt möglich machen. Zum Start des Projekts stellte das Bauhaus-Archiv heute die „100-Euro-Wohnung“ vor.

Das kleine Holzhaus auf Rädern birgt Kochecke und Dusche, Schlafkoje und Arbeitsplatz auf engstem Raum – gerade gemütlich für eine Person (Im Internet gibt es unzählige kreative Ideen dazu).

Hier, bitteschön, ist die "100-Euro-Wohnung"!
Blick ins Mini-Haus, ausgestattet mit Koch-, Schlaf-, Arbeits-, Wohn- und Duschbereich. Foto: Paul Zinken

Veranstalter des sogenannten Bauhaus-Campus ist die Tinyhouse University, ein Berliner Kollektiv aus Gestaltern, Bildungsaktivisten und Geflüchteten. Es wurde 2015 von dem aus Laos stammenden Architekten Van Bo Le-Mentzel mit dem Ziel gegründet, soziale Nachbarschaft auf kreative Weise zu erforschen.

„Dieses Experiment passt zum historischen Bauhaus als schulische Institution, in der bereits vor 100 Jahren neu über soziale Fragen des Wohnens nachgedacht wurde“, sagte die Museumsdirektorin Annemarie Jaeggi. Das Bauhaus, eine legendäre Kunst-, Design- und Architekturschule, war 1919 vom Architekten Walter Gropius gegründet worden. Wo die „Häuser“ allerdings im Normalzustand parken dürften, wurde nicht bekannt. (dpa/KLT)