Montag, 13. März 2017, 21:44 Uhr

Gil Ofarim: So will er bei "Let's Dance" ackern

Gil Ofarim gehört zu den prominenten Contestanten der neuen Staffel von Let’s Dance‘ die am Freitagabend bei RTL startet. 14 neue Promis wagen sich in der Jubiläumsstaffel aufs Tanzparkett und sind gespannt auf die Juryurteile von Motsi Mabuse, Jorge Gonzalez und Joachim Llambi.

Gil Ofarim: So will er bei "Let's Dance" ackern
Foto: RTL/ Stefan Gregorowius

Im Interview mit Bang Showbiz sprach der Sänger über die neue Herausforderung.

Du hattest heute das erste Training? Wie war das und wie geht’s dir jetzt?
Mir geht’s gut. Alles okay. Ich hab eine großartige Partnerin und eine sehr gute Lehrerin. Das läuft alles gut. Mein Problem ist nur: Ich will zu schnell, zu viel. Es ist viel auf einmal, viel Information, viel Choreo und das geht nicht auf Anhieb. Die Ekaterina ist happy, weil ihre Tanzpartner die Jahre zuvor nicht so waren. Ich hab einen gesunden Ehrgeiz, aber ich muss auf jeden Fall noch an mir arbeiten.

Deine Tanzpartnerin ist Ekaterina Leonova. Bist du damit zufrieden? Was erwartest du von Ekaterina?
Also sie sagte heute schon, dass sie super happy ist. Sie muss mich eher bremsen, als dass sie peitschen muss. Sie ist happy, dass sie einen ehrgeizigen Partner hat. Wir haben uns auch auf Anhieb verstanden. Im Rahmen der Kennenlern-Show hatten wir ja diese Gruppentänze und da durfte ich mit ihr tanzen. Und danach war mir eigentlich relativ schnell klar: Wenn ich es mir aussuchen dürfte, würde ich gerne mit ihr tanzen. Wir haben jetzt noch eine lange Reise vor uns, sollten wir so weit kommen, was natürlich mein Ziel und mein Traum ist. Aber ich denke, wenn von vornherein die Chemie stimmt, dann passt das. Und wir können auch sehr viel lachen. Wir haben einen ähnlichen Humor und das passt ganz gut.

Wie bereitest du sich generell, also auch mental, auf die nächste Show vor?
Also jetzt ist erst mal Kinderzeit. Und wenn die dann gleich im Bett sind, dann werde ich mit meiner Frau abendessen. Und danach gehe ich alle Schritte, die ich heute gelernt habe, im Kopf nochmal durch. Ich sehe mir auch den Quickstep auf YouTube und sonstigen Kanälen nochmal an und recherchiere, was eigentlich der Sinn von Quickstep ist. Das ist ja sehr viel Haltung. Llambi hat mir gesagt, ich wäre zu cool und er wüsste nicht, ob das so ganz mein Ding ist. Jetzt habe ich auch kapiert, was er meint. Ja, ich bin ein lockerer Typ und ich bewege mich locker, ich bin nicht steif. Beim Quickstep geht es aber nur um Haltung. Manche würden sagen, es ist steif. Ich würde eher sagen… ästhetisch. Und das muss ich halt irgendwie in meinen Kopf kriegen: Haltung, Haltung Haltung! Und der Motor sind die Füße, die müssen perfekt sein. Wenn ich das hinbekomme, dann habe ich schon mal einen Pluspunkt. Und der Rest ist dann wahrscheinlich Persönlichkeit. Wenn die Jury dich mag, super. Wenn sie dich nicht mag, dann Pech gehabt. Aber zumindest technisch musst du dir dann nichts vorwerfen lassen.

Gil Ofarim: So will er bei "Let's Dance" ackern
Gil Ofarim und Ekaterina Leonova. Foto: RTL/ Stefan Gregorowius

In der Kennenlern-Sendung hattet ihr den Quickstep als Gruppentanz. Nächstes Mal musst du den alleine tanzen. Bist du nervös?
Nervös nicht, eher so ein bisschen aufgeregt. Aber ich nehme diese Energie mit in den Tanz, in die Haltung, in die Spannung, in die Choreo. Ein Tänzer kann nicht sprechen. Er spricht durch seinen Tanz, durch seine Bewegungen. Er muss sich innerhalb dieser Bewegungen ausdrücken. Und dann musst du auf den Punkt tanzen, im Beat, im Takt. Ich nannte es vorher die Grimassen, jetzt werde ich es nicht mehr so nennen. Jetzt nenne ich es den Ausdruck und der muss stimmen. Und wenn die Dinge alle passen, dann muss ich mir nichts vorwerfen. Da muss ich einfach ein bisschen mehr auf den Punkt kommen.

Wie schätzt du deine Konkurrenz ein? Du hast ja jetzt alle schon einmal tanzen sehen. Glaubst du, das wird schwer?
Ich bin da nicht so ein „competitive guy“. Ich guck mir die anderen jetzt nicht an und denke ‚Ahh den mach ich platt‘ und ‚Ahh das wird schwer‘. Ich freue mich auch für die anderen. Die sind ja alle mindestens genau so aufgeregt wie ich. Für die ist das auch neu. Ich glaube, bis auf Vanessa haben kaum Leute Erfahrungen auf der Bühne und dann auch noch mit Tanzen verbunden. Ich wünsche einfach jedem tolle Wochen im Training und auch das, was ich mir wünsche: was mitzunehmen und alles andere entscheidet dann die Leistung an dem Abend. Von daher wünsche ich jedem seinen besten Tag und den Rest macht dann die Jury und das Publikum zu Hause.

Gil Ofarim: So will er bei "Let's Dance" ackern
Foto: RTL/ Stefan Gregorowius

Du bist ja nun eigentlich Sänger und kein Tänzer. Was ist das für ein Gefühl, zu wissen, dass so viele Menschen dir beim Tanzen zugucken, obwohl das nicht dein Spezialgebiet ist?
Na ja, ich tanze für mein Leben gerne und ich bilde mir ein: Ich kann tanzen. Was ich nicht kann, weil ich’s nicht kenne, sind die Standardtänze. Das ist was völlig Neues, eine Herausforderung. Und dazu ist das noch eine Live-Show. Wenn du verka****, dann kannst du nicht sagen ‚Entschuldigung Regie, Verzeihung Publikum, ich muss noch mal anfangen, ich bin umgeknickt. Geht nicht. Wäre auch unfair den anderen gegenüber. Das heißt wirklich, du musst liefern. Natürlich bin ich kein Tänzer und ich würde mich niemals so nennen. Die Profitänzer sind Weltmeister, Europameister, Weltcupsieger… Das sind Tänzer. Wir sind nur Kandidaten und wir versuchen, unser Bestes zu geben. Ich bin dankbar, dass ich mitmachen darf. In der Vergangenheit haben sie oft angefragt, aber da hab ich mir das einfach nicht zugetraut. Jetzt trau ich’s mir zu und tanze für meinen Papa, für meine Familie und alles weitere werden wir sehen.

Wie wäre das, wenn du früh raus fliegst?
Das wäre sehr schade, weil ich wirklich Lust auf diese Reise habe. Aber wenn es so kommt, dann ist das so. Das Leben ist dann nicht vorbei. Aber ich mache mir darüber keine Gedanken ehrlich gesagt. Ich rate auch jedem der mitmacht, nicht daran zu denken, was wäre, wenn man scheitert, sondern ‚Sei im Hier und Jetzt und genieße, was du hast‘.

Du hast im Januar deine Single ‚Still here‘ rausgebracht. Wie sehen deine nächsten (Musik-)Projekte aus? Gibt es schon Pläne?
Parallel zu ‚Let’s Dance‘ läuft noch in der ‚ARD‘ ‚Armans Geheimnnis‘. Das ist die zweite Staffel von einer Fantasy-Serie, die ich gedreht habe. Das läuft dann Ostern. Ich spiele nebenbei auch Konzerte, deswegen werden wir auch nicht durchgehend in München trainieren können. Ekaterina wird mich aber auf Konzerte begleiten und dann werden wir backstage unsere Choreo durchgehen. Das wird sicher interessant. Nach ‚Let’s Dance‘ kommt der Sommer mit den ganzen Festivals und gleichzeitig noch ein Filmprojekt. Ich hab eigentlich auch für Ende des Jahres eine Tour geplant, aber das wird sehr knapp und steht noch etwas auf der Kippe. Und woran ich auch festhalte und fest daran glaube, ist eine zweite Staffel von ‚It Takes 2‘.