Donnerstag, 16. März 2017, 21:27 Uhr

Prince: Wurde Ex-Gattin nach Tod des Sohnes zu Interview gezwungen?

Gerade durfte man aus den Memoiren ‚The Most Beautiful: My Life with Prince’ von Mayte Garcia, Ex-Gattin des verstorbenen Prince erfahren, dass er den Tod ihres Sohnes Amiir nie überwinden konnte (wir berichteten).

Prince: Wurde Ex-Gattin nach Tod des Sohnes zu Interview gezwungen?
Foto: FayesVision/WENN.com

Der Junge starb 1996 nur sechs Tage nach seiner Geburt an dem Pfeiffer-Syndrom. Jetzt offenbarte sie in ihrem Buch (das derzeit stückchenweise exklusiv im ‚People’-Magazin abgedruckt wird) direkt ein weniger erfreuliches „Kapitel“ mit der Musikikone. Da soll der im April 2016 verstorbene Sänger sie nämlich noch während ihrer schlimmen Trauerphase um Amiir zu einem Oprah-Winfrey-Interview gezwungen haben. Nicht lange nach dessen Tod hätte ihr Prince demnach gesagt: „Oprah [Winfrey] kommt heute nach Paisley.“

Und obwohl sie ihren damaligen Gatten gebeten habe, den Besuch damit abzusagen, dass sie krank wäre, hätte er angeblich darauf bestanden: „Er schaffte es, dass ich aufstand aber ich schluchzte. Leute kamen. Eine Maske von starkem Make-up wurde auf mein Gesicht getan. Mein Gatte nahm Oprah auf eine Tour durch Paisley Park mit und ihre Mission war klar. Sie war gekommen um herauszufinden ob das Kind tot oder deformiert war, wie die Leute erzählten.“

Teil der Tour wäre dann auch ein Halt in einem Kinder- und Spielzimmer gewesen, das Prince eingerichtet hatte, während sie im Krankenhaus war. Ihrem Buch zufolge habe sie davon anscheinend nichts gewusst, weil der ,When Doves Cry’-Sänger sie damit überraschen wollte. Talkshow-Legende Oprah Winfrey (63) hätte das Zimmer damit früher zu Gesicht bekommen als sie selbst: „Ich muss mich fragen, warum er sie dahin geführt hat. Sie standen inmitten diesem farbenfrohen Spielzeug-Paradies. Es hatte alles, was ein perfektes Kinderzimmer benötigt außer der einzig wahren Sache, die ein perfektes Kinderzimmer braucht.“

Zu den gesundheitlichen Problemen des verstorbenen Kindes erwiderte der Sänger dann gegenüber der Talkshow-Moderatorin nur: „Es war alles in Ordnung.“ Sie selbst hätte die Zeit über auf dem Sofa gesessen und sich ein Lächeln abgezwungen. Zuvor habe sie ihr einstiger Gatte noch instruiert, „nichts über Amiir zu sagen.“ Der tragische Verlust ihres Sohnes hätte dann auch zu Spannungen in der Ehe der beiden geführt, die dann im Jahr 2000 nach vier Jahren schließlich auseinanderging. (CS)