Donnerstag, 16. März 2017, 15:56 Uhr

Selena Gomez: „Mein Selbstwertgefühl wurde erschossen“

Popstar Selena Gomez (24) hat in der April-Ausgabe der US-Modebibel ‚Vogue’ über ihre Angstattacken und Depressionen gesprochen. Die angebliche Freundin von The Weeknd (27), die auch das Cover der Zeitschrift ziert, verriet über die Zeit vor ihrer vorübergehenden Pause vom Rampenlicht.

Selena Gomez: „Mein Selbstwertgefühl wurde erschossen“
Foto: TNYF/WENN.com

„Tourneen sind ein wirklich einsamer Ort für mich. Mein Selbstwertgefühl wurde erschossen. Ich war depressiv, ängstlich. Ich begann Panikattacken zu bekommen, kurz bevor ich auf die Bühne musste und direkt nachdem ich diese verließ.“ Und die Sängerin ergänzte: „Im Grunde genommen fühlte ich mich so, als ob ich nicht gut genug und fähig wäre. Ich hatte das Gefühl, dass ich meinen Fans nichts gab und sie könnten das sehen.“

Sie wäre es so gewohnt gewesen, (als Disney-Star) für Kinder zu performen und jetzt sei sie bei ihrem Publikum plötzlich mit all diesen Leuten in ihren 20ern und 30ern konfrontiert, die in ihren Shows rauchen und trinken. Sie würde in ihre Augen schauen und wisse nicht, was sie sagen solle. Sinnfreie Floskeln wären da auch nicht förderlich. Sie wisse das, „weil ich mit den gleichen Dingen zu kämpfen habe, wie sie. Was ich sagen wollte ist, dass das Leben so stressig ist und ich den Wunsch verspüre, dem einfach zu entfliehen.“

Weil sie selbst mit ihren eigenen Problemen nicht im Reinen war, verspürte sie das Gefühl, dass sie ihrem Publikum nichts geben könnte. Sie empfand ihren Klinikaufenthalt wegen ihrer Angstzustände und Depressionen dann auch als große Erleichterung: „Du hast keine Idee, wie unglaublich es sich anfühlte, nur mit sechs Mädchen zusammen zu sein. Echte Leute, die sich nicht darum scherten, wer ich war und um ihre Leben kämpften. Es war eine der härtesten Dinge, die ich jemals getan habe aber zugleich auch das Beste, was ich je getan habe.

Als sie auf Instagram die meisten Follower hatte, löschte sie übrigens ihren Account von ihrem Handy. Sie wäre wegen dieser riesigen Zahl von Anhängern auf eine Art „durchgedreht. Es wurde so aufzehrend für mich. Es war das, womit ich aufwachte und womit ich schlafen ging.“ Sie war „eine Süchtige“ und fühlte sich so, als ob sie Dinge sehe, die sie eigentlich nicht sehen wollte und ihren Kopf mit Dingen füllte, über die sie normalerweise nicht nachdenken wollte. Sie würde sich dann auch immer „wie Schei.. fühlen, wenn ich Instagram anschaue.“ Ein erstaunlich offenes und ehrliches Interview, mit dem Selena Gomez wieder einmal zeigt, dass auch große Stars nur Menschen sind und genauso wie „Normalos“ mit Selbstzweifeln kämpfen…(CS)