Samstag, 18. März 2017, 12:03 Uhr

Roland Emmerich heiratet seinen jungen Freund

Regisseur Roland Emmerich ist der seit Jahren erfolgreichste deutsche Hollywood-Export. Für den 61-jährigen läuft es zurzeit sehr gut. Erst gestern nahm der berühmte Regisseur den ersten Carl-Laemmle-Preis entgegen. Zuvor erhielt er eine erfreuliche Antwort von seinem Lebensgefährten.

Emmerich („Independence Day“) will noch in diesem Sommer heiraten. Dieses Geheimnis lüftetet der Weltstar am Freitag in seiner schwäbischen Heimat. „Ich habe einen Antrag gemacht, und er hat „ja“ gesagt“, sagte der 61-Jährige. Er und sein Lebensgefährte, der Musiker Omar De Soto (28) diskutierten nur noch über das Datum. Gefeiert werde in Los Angeles. „Wir versuchen, das so locker wie möglich zu machen.“ Denn eigentlich habe er sich nie vorstellen können, zu heiraten. „Das war für mich immer zu konform mit der Gesellschaft. Das hat sich ein bisschen spießig angefühlt.“ Je länger die Beziehung halte, desto mehr habe das seine Einstellung zum Heiraten verändert. Emmerich und De Soto sind seit achteinhalb Jahren ein Paar.

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Vor zwei Jahren sagte Emmerich dem Kölner „Express“ über das Thema Nachwuchs: „Mein Freund möchte welche. Das ist im Moment ein kleines Problem. Wir werden sehen.“

Der gebürtige Stuttgarter Emmerich war am Freitagabend im schwäbischen Laupheim für sein Lebenswerk mit dem Carl Laemmle-Produzentenpreis der Allianz Deutscher Produzenten geehrt worden. Die Auszeichnung ist mit 40.000 Euro dotiert. In seiner Dankesrede sagte Emmerich laut „Focus“: „Einer besonderen Person möchte ich noch danken – er sitzt dort in der ersten Reihe. Und ich bin stolz, zu sagen: Diesen Sommer wird geheiratet!“ Das Publikum habe daraufhin mit Standing Ovations reagiert.

Das Paar pendelt Berichten zufolge zwischen Wohnsitzen in Los Angeles, London und Berlin. Über sein relativ spätes Outing sagte Emmerich 2015 mit dem Magazin „Stern“:“Ich träumte davon, Filme zu machen wie Steven Spielberg und George Lucas, und es hätte geheißen: Der schwule Regisseur, der sich mal in einem anderen Genre versucht… Meine Freunde wussten Bescheid, nicht aber die Öffentlichkeit.“ (dpa/KT)