Donnerstag, 23. März 2017, 20:16 Uhr

Supertalent: Was macht eigentlich Panflötensieger Leo Rojas?

Um Leo Rojas war es in den letzten Jahren eher ruhig geworden, obwohl der Panflötenspieler nach seinem Sieg 2011 bei der RTL-Show „Das Supertalent“ mit seinem Alben und Singles sehr erfolgreich war.

Supertalent: Was macht eigentlich Panflötensieger Leo Rojas?
Foto: Pr1me Records

Nun ist der sympathische ehemalige Straßenmusikant zurück und will an alte Erfolge anknüpfen. Nach einigen Enttäuschungen im Musikbusiness hat Leo nun ein neues Team hinter sich und hofft mit neuen Songs und einem abgeänderten Stil alte und neue Fans zu erreichen. klatsch-tratsch.de sprach mit Leo, der uns auch von seinen Nebenjobs, seinem vierjährigen Sohn und den Rückschlägen in seiner Karriere erzählt.

Du bist zurück und startest dein Comeback, warum ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt dafür?
Ich weiß nicht ob ich es Comeback nennen würde. Es war nur eine längere Zeit wo ich viel nachgedacht habe, um einen neuen Stil zu kreieren. Es ist schon ein kleines Comeback, ich möchte einfach meine neuen Visionen, mein neues Bild und ein neues Gesicht von Leo zeigen.

Du bist nun auch plötzlich sehr aktiv auf YouTube, Facebook und Co. gehört das zu deiner neuen Strategie?
Ich denke man sollte die ganzen sozialen Netzwerke wie Facebook, Twitter, YouTube und so nutzen, so kann man einfach viel mehr Leute erreichen. Und damit meine ich nicht nur in Deutschland oder Europa, sondern auf der ganzen Welt. Außerdem habe ich ein neues Team um mich herum und deswegen versuche ich viel aktiver zu sein. Ich wollte mich einfach mit diesem Comeback und diesen neuen Wegen ganz neu positionieren.

Deine neue Musik klingt verglichen mit deinen älteren Songs etwas anders, worauf hast du diesmal Wert gelegt?
In der letzten Zeit habe ich einfach viel nachgedacht und bin in mich gegangen, was ich neues kreieren kann. Die Idee war eigentlich, nochmals Musik in die Richtung Lateinamerikanisch zu machen oder Chillout-Musik. Aber dann habe ich mich nochmals mit meinem neuen Team zusammengesetzt, haben uns die Vorschläge von den Produzenten angehört und meine Visionen. Jetzt haben wir uns aber überlegt etwas ganz Neues und Anderes auszuprobieren. Und so etwas habe ich zuvor noch nie gemacht, mich neu erfunden. Deswegen hatte es auch so lange gedauert, bis man wieder etwas von mir gehört hat.

Man konnte auch erst kürzlich überall lesen, dass du als Paketbote arbeitest, um dir den Lebensunterhalt zu verdienen, machst du das immer noch?
Diesen Job habe ich nicht erst vor kurzem angenommen, sondern ich habe auch schon damals nach meinem Sieg beim „Supertalent“ weiter meinen Nebenjob gemacht, damals noch als Reinigungskraft in einer Zahnarztpraxis. Seitdem habe ich immer verschiedene Jobs nebenbei gemacht, so wie es mir einfach möglich war. Aber jetzt möchte ich mich voll und ganz auf meine Musik konzentrieren und ich möchte eine Botschaft rüberbringen. Deswegen widme ich meine volle Konzentration der Musik. Jetzt bin ich 100 Prozent Musiker. Das ist einfach mein Leben.

Supertalent: Was macht eigentlich Panflötensieger Leo Rojas?
Foto: Pr1me Records

Du bist nach deinem Sieg beim „Supertalent“ auch an Menschen aus dem Musikbusiness geraten, die deine Unwissenheit ausgenutzt haben. Trotz der schlechten Erfahrungen willst du es nochmal versuche, warum?
Jetzt liegt alles in meinen Händen. Das Team mit dem ich jetzt arbeite ist transparent. Das sind saubere Hände. Das ist die Motivation an die ich immer geglaubt habe. Und es ist das Musikgeschäft, woran ich immer geglaubt habe. Aber klar, es gab für mich auch viele negative Erfahrungen und es gab viele Momente wo ich gedachte habe, wenn es immer so abläuft, dann lohnt es sich nicht für mich Musik zu machen und ich suche mir einfach einen normalen Job. Jetzt glaube ich an gute Menschen gekommen zu sein und ein gutes Team hinter mir zu haben.

Ist auch ein neues Album in Planung?
Ich habe jetzt erst einmal die Single „Nature Spirit“ herausgebracht. Danach ist noch eine weitere Single geplant. Aber bis Juni soll mein neues Album herauskommen.

Supertalent: Was macht eigentlich Panflötensieger Leo Rojas?
Foto: Pr1me Records

Was hast du die letzten Jahre im Musikgeschäft dazu gelernt und was nimmst du mit für deine zukünftige Karriere?
Ich habe viel erlebt und ich habe viel gelernt. Ich sollte einfach vorsichtiger sein und ich schaue jetzt sehr genau, welche Menschen sind ehrlich, wer sagt die Wahrheit und wer meint es nicht ernst. Man darf sich nicht nur von den Worten blenden lassen. Mein Opa hat immer gesagt, wenn du jemanden die Hand gibst und ihm dabei in die Augen schaust, dann kannst du sein echtes Herz spüren und die echten Worte hören. Ich denke das habe ich über die letzten Jahre gelernt, aber nicht nur im Musikbusiness, sondern in allen Bereichen. Es gibt überall gute Leute, aber eben auch immer schlechte Leute. Man muss vorsichtig sein und auf sein Herz hören. Dein Herz wird dir ein Weg zeigen.

Supertalent: Was macht eigentlich Panflötensieger Leo Rojas?
Foto: Pr1me Records

Wie stehst du zu Kollaborationen mit anderen Künstlern?
Ich kann mir gut vorstellen mit anderen Künstlern zusammen zu arbeiten, ich bin da sehr offen. Ich höre selbst alle Arten von Musik und ich probiere gerne etwas Neues aus. Ich könnte mir vorstellen mit einem DJ zusammen zu arbeiten, vielleicht hätte ein DJ ja mal Interesse daran einen coolen Mix aus einem meiner Songs zu machen. Mein Ziel ist es auf jeden Fall, auch die jüngere Generation zu erreichen. Nicht nur mit meiner Musik, sondern auch mit der Botschaft das wir einander respektieren sollen, nicht nur uns Menschen, sondern auch die Natur.

Du hast einen kleinen Sohn, wie findet er deine Musik?
Mein Sohn ist vier Jahre alt und er hört sehr gerne meine eigene Musik. Als ich ihm das erste Demo gezeigt habe, hat er mit dem Kopf gewackelt und meinte dann immer, „Papa mach „Nature Spirit“ an“.